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Baar: Gemeinderat legt Lösung für Garderoben-Engpass im Lättich vor

Der FC Baar kämpft mit Platzproblemen. Nun will der Gemeinderat ein Provisorium erstellen.
Rahel Hug
Blick auf das bestehende Garderobengebäude des FC Baar. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

Blick auf das bestehende Garderobengebäude des FC Baar. (Bild: Maria Schmid, Baar, 12. September 2019)

Der FC Baar ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Verein zählt aktuell 577 Mitglieder, davon 173 Damen, Seniorinnen und Juniorinnen. Auf den Fussballplätzen sowie in den Garderoben wird es aufgrund des Wachstums eng: Besonders der Anstieg der Mädchen- und Damenmannschaften führt dazu, dass mehr Umzieh-Räume und Duschen nötig sind.

Konkret sind, das zeigt auch die Berechnung nach den Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbandes, acht zusätzliche Garderoben nötig. Diese sollen nun in einem Provisorium neben dem bestehenden Clubhaus und Garderobengebäude im Lättich gebaut werden. An der Gemeindeversammlung vom kommenden Dienstag, 17. September, legt der Gemeinderat einen Baukredit von 1,45 Millionen Franken vor.

Der Perimeter soll erweitert werden

Weshalb ein Provisorium und keine langfristige Lösung? Der Gemeinderat nennt in der Vorlage verschiedene Gründe. So sei bei einem Neubau der heutige Standort zu hinterfragen, da das Garderobengebäude durch die Strasse von den Fussballplätzen abgetrennt wird. «Idealerweise würde das Garderobengebäude direkt am Rande der Fussballplätze mit einer integrierten Tribüne stehen», schreibt die Exekutive. Doch: «Ein Landerwerb für zusätzliche Fussballplätze im Lättich ist sehr schwierig.» Die Kosten betragen gemäss Schätzung für einen Garderobenneubau am heutigen Standort zirka 7 Millionen Franken und für einen Um- und Anbau zirka 6,5 Millionen Franken. Mit einer Übergangslösung könne das dringende Problem von mangelnden Garderoben gelöst werden – für eine Planung des Neubaus und zusätzlicher Fussballplätze soll der Perimeter aber über den Bereich Lättich hinaus erweitert werden.

Die Geschäfte

An der Gemeindeversammlung vom kommenden Dienstag, 17. September (19.30 Uhr, Gemeindesaal), stehen folgende Traktanden auf dem Programm: Protokoll der Versammlung vom 18. Juni; Fussballanlage Lättich, Garderobenprovisorium; Motion der SVP Baar betreffend «Einheitliche Vergabe von Finanzierungsbeiträgen an Infrastrukturprojekte von Vereinen»; Interpellation der CVP Baar betreffend «Unterstützung der Baarer Festkultur durch die Gemeinde, Fäscht Büro».

Mit der aktuellen Vorlage wird einem Teil der Motion «Gesamtheitliches Infrastrukturprojekt für Sportbelange in der Region Lättich» Rechnung getragen. Die Motion wurde an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2018 in den Bereichen «Erstellung eines gesamtheitlichen Infrastrukturprojekts für die Sportanlage Lättich» und «Erstellung eines Provisoriums für Garderoben und Duschen» erheblich erklärt. Der zweite Teil soll nun erfüllt werden, der erste ist Gegenstand weiterer Abklärungen. Er soll im Rahmen des Masterplans Sportanlagen behandelt werden. Die Erkenntnisse aus diesem Masterplan sollen schliesslich in die nachfolgende Ortsplanungsrevision einfliessen.

Inbetriebnahme im Frühjahr/Sommer 2020

Das Raumprogramm sieht 15 Container vor: 8 Container mit Garderoben, 4 Container mit Duschen und Vorraum, 2 Container mit WC-Anlagen und 1 Container für die Haustechnik. Ziel ist es laut Vorlage, dass das neue Garderobenprovisorium im Frühjahr/Sommer 2020 vom FC Baar in Betrieb genommen werden kann. Der FC Baar beteiligt sich mit 200000 Franken an den Investitionskosten, die Gemeinde gewährt dem FC zu diesem Zweck bei Baubeginn ein Darlehen.

Die Baukommission weist in ihrer Stellungnahme auf die «sehr grosszügige finanzielle Beteiligung der Gemeinde hin». Sie regt deshalb an, dass der FC Baar die Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung übernehmen sollte. Die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) unterstützt diesen Antrag und schreibt, der Gemeinderat habe Kostensenkungen beziehungsweise Einsparungen zu überprüfen. Das Provisorium sei zu teuer. Die Provisorien sollen deshalb nach Möglichkeit später in das endgültige Projekt integriert werden oder aber im Besitz der Gemeinde Baar bleiben. Dennoch stimmt die RGPK der Vorlage mehrheitlich zu.

Auch die Ortsparteien erachten den Bedarf für die zusätzlichen Garderoben als gegeben und unbestritten. Der FC Baar leiste im Bereich Jugendförderung und Integration wertvolle Arbeit, sagt etwa Anna Lustenberger-Seitz, Präsidentin der Alternative – die Grünen. Wichtig sei, so CVP-Präsident Heini Schmid, dass die Gesamtplanung für die Sportanlagen im Lättich rechtzeitig in die Ortsplanung einfliesse. Die SVP erwartet, dass allfällige neu erstellte und von der Gemeinde finanzierte Sportinfrastrukturen auch von anderen Baarer Sportvereinen genutzt werden können. «Es gilt Synergien zu nutzen», betont Präsident Adrian Rogger.

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