BAAR: Glencore mit tieferen Fördermengen 2016

Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore weist im Geschäftsjahr 2016 bei fast allen Rohstoffen geringere Fördermengen aus als im Vorjahr. Die Gründe dafür sind vor allem die Drosselung der Förderung.

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Für die Lomas-Bayas-Mine von Glencore in Chile haben andere Akteure ein Kaufinteresse angemeldet. (Bild: Glencore)

Für die Lomas-Bayas-Mine von Glencore in Chile haben andere Akteure ein Kaufinteresse angemeldet. (Bild: Glencore)

Glencore hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Kupfer, Zink, Kohlen und Erdöl gefördert, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. So reduzierte sich die Kupfer-Produktion gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 1,43 Millionen Tonnen weil Glencore in Afrika Minen geschlossen hat. Ebenfalls ein Minus von 5 Prozent auf 124,9 Millionen Tonnen gab es bei der Kohle. Hier hat sich gemäss Mitteilung der Verkauf von Optimum Coal ausgewirkt.

Die Förderung von Zink ging sogar um 24 Prozent auf 1,09 Millionen Tonnen zurück. Als Grund dafür nennt Glencore die Drosselung der Produktion in Australien und in Peru. Einen markanten Rückgang meldet der Konzern auch beim Erdöl. Da fiel die dem Konzern zurechenbare Förderung um 29 Prozent auf 7,5 Millionen Fass, weil bestehende Erdölfelder demnächst erschöpft sind.

Eine Steigerung der Produktion um 20 Prozent auf 115'100 Tonnen gab es dagegen beim Nickel. Dafür verantwortlich ist laut Glencore das Vorjahr, in dem der geplante Unterhalt der Schmelzerei in Sudbury zu einer geringerer Produktion geführt hatte.

Für das laufende Jahr kündigt Glencore höhere Fördermengen bei Zink, Blei, Nickel und Kohle an. Die Produktion von Kupfer dagegen soll geringer ausfallen als 2016.

sda