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BAAR: Greth Schell und die Löli hampeln

Brigitte Müller will das zugerische Brauchtum vor allem den Kindern näherbringen. Die traditionellen Figuren bringt sie witzig zum Tanzen.
Brigitte Müller mit ihren Figuren. Bild: Stefan Kaiser (Baar, 22. Februar 2017)

Brigitte Müller mit ihren Figuren. Bild: Stefan Kaiser (Baar, 22. Februar 2017)

Die Freude am Brauchtum ist nicht nur etwas für Jodler- und Trachtenfreunde, sondern genauso wichtig für alle Fasnächtler. Denn gewisse Figuren, wie beispielsweise der Legor von Oberägeri, sind schon sehr alt. Doch in den Gemeinden werden auch jüngere Fasnachtsbräuche gepflegt. So verdankt Baar seine farbenfrohen Gäuggel dem verstorbenen Künstler Geni Hotz.

Dass sich Brigitte Müller mit Gäuggeln handwerklich befasst, ist eher Zufall. Die Baarerin erinnert sich: «Vor fünf Jahren diskutierte ich mit einem Mitglied der Baarer Fasnachtsgesellschaft darüber, wie man Neuzuzüger und vor allem Kinder mit dem Brauchtum besser in Kontakt bringen könnte.» Das sei ihr nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Um einen Beitrag zu leisten, wollte sie etwas ausprobieren: So entstanden von Hand die ersten Hampelfiguren aus Holz, welche die farbenfrohen Gäuggel darstellen, die, wenn man unten an der Schnur zieht, lustig tanzen. Dazu gibts jeweils auch Bastel­bogen. Lachend erzählt die Initiantin: «Wir hatten je 20 Stück hergestellt. In einer Woche war alles weg.» Das Bedürfnis habe sie damals überrascht.

Interesse bei den Legoren Oberägeri

Die ehemalige Grafikerin und ihr Sohn Erich, die zusammen im Familienbetrieb mitwirken, kreierten aufgrund des Erfolges weitere Sujets wie die liebevoll bemalten Zuger Trachtenkinder oder die Figuren mit dem Zuger Kirsch. Aus einer Begegnung mit der Zuger Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer wurde im letzten Jahr der Löli-Hampelmann geboren. «Für diese Fasnacht ist nun zusätzlich die Figur der Greth Schell mit dem Mann im Rückenkorb entstanden», sagt Brigitte Müller, die in ihrem Rahmengeschäft in Baar alle Hampelmann-Sujets derzeit ausstellt.

Wie sie erfreut festgestellt hat, stossen die Figuren inzwischen auf immer grösseres Interesse. «Auch die Legoren aus Oberägeri haben sich bei mir gemeldet. Bevor aber ein neues Sujet entsteht, sehe ich mir Klei­dungen und Gesichter genau an», so Müller. Und sie ergänzt: «Jede Figur benötigt mehrstündige Handarbeit. Trotzdem macht mir alles viel Spass.» In der Ausstellung sind weitere Werke zum Thema Brauchtum zu sehen: von den Zuger Künstlern Miglena Seeberger, Rainer Kischel, Daniel Züsli und anderen.

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis

Die Ausstellung «Brauchtum» bei Müller Rahmen in Baar, Zugerstrasse, läuft bis Ende Februar.

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