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BAAR: Gute Laune vor dem grossen Sportfest

Vom 10. bis zum 12. Juni ist die Tour de Suisse im grössten Dorf des Kantons zu Gast. Die Macher sind guter Dinge, haben sie doch fast alles bereits im Griff.
Marco Morosoli
In bester Stimmung: Kathrin Sonderegger (Verein Hub-Zug, von links), Beat Villiger (Präsident Hub Zug), Andreas Hotz Gemeindepräsident Baar), Paul Langenegger (Gemeinderat Baar), Olivier Senn (Generaldirektor Tour-de-Suisse) und Martin Elmiger (Radprofi). (Bild Stefan Kaiser)

In bester Stimmung: Kathrin Sonderegger (Verein Hub-Zug, von links), Beat Villiger (Präsident Hub Zug), Andreas Hotz Gemeindepräsident Baar), Paul Langenegger (Gemeinderat Baar), Olivier Senn (Generaldirektor Tour-de-Suisse) und Martin Elmiger (Radprofi). (Bild Stefan Kaiser)

Marco Morosoli

Der gestrige Tag ist nicht nur wettermässig trist. Auch die Schweizer Radszene weint. Das einzige Schweizer Profiteam IAM Cycling zieht sich auf Ende Jahr aus dem Radsportzirkus zurück (Siehe auch Seite 33). Doch dieser sportliche Tiefschlag für den Radsport hierzulande ist bei der gestrigen Pressekonferenz zum Tour-de-Suisse-Hub Baar höchstens am Rand ein Thema.

Einer der Betroffenen, der Chamer IAM-Fahrer Martin Elmiger, spricht zwar von einem «traurigen Tag». Was im nächsten Jahr sein wird, darüber hat sich der 37-Jährige aber noch keine Gedanken gemacht. Er freut sich vielmehr auf sein Comeback nach einer Handverletzung. Er startet heute an der Belgien-Rundfahrt und freut sich auf das Heimspiel Tour de Suisse, die ja in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zu Beginn drei Tage im Kanton Zug «sesshaft» sein wird. Nach Rotkreuz ist Baar heuer Etappenort und vom 10. bis zum 12. Juni ein grosser Festplatz mit der Brauerei als Zentrum. Das war schon vor 15 Jahren einmal so. Doch wer die beiden Festplätze miteinander vergleicht, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ein Zelt für 1000 Personen gab es jedenfalls 2001 noch nicht. Auch das Drumherum lässt sich nur schwer vergleichen. Das Mehr an Anforderungen erhöht auch den Aufwand für den lokalen Ausrichter der Festmeile.

Mit Entscheid lange gerungen

Der Baarer Gemeindepräsident Andreas Hotz verschweigt denn auch nicht, dass der Entscheid, dem wichtigsten Schweizer Radsportanlass eine temporäre Heimstätte zu bieten, ihm und den Seinen nicht leicht gefallen sei. Und das, obwohl die Gemeinde «festerprobt» sei. Die Vorbehalte scheinen aber bei Hotz und seinen Mitstreitern auf Behördenseite schnell einmal verflogen zu sein, wenn er auch einwirft: «Es wird ein rechter Hosenlupf. Aber ich verspreche, dass es ein typisches Baarer Volksfest werden wird.» Solche Veranstaltungen wie den Tour-de-Suisse-Hub zu stemmen, darin haben lang gediente Baarer Exekutivmitglieder mittlerweile Erfahrung. Hotz darf denn auch sagen: «Wir haben schon bewiesen, dass wir kleine, mittlere und grosse Feste organisieren können.»

Und die Anwesenden wirken euphorisch. Beat Villiger, seines Zeichens Präsident des Vereins Hub Zug und auch Baarer, jedenfalls prophezeit schon mal: «Haben wir Wetterglück, dann kommt es gut.» Auch Hotz lässt sich so zitieren: «Wir haben 95 Prozent im Griff.» Und der Gemeinderat Paul Langenegger sieht es als eine Ehre an, dass die Tour beim Prolog in einer «Heimat» vorbeikommt. Hotz wie auch Langenegger werden aber selber nicht in den Sattel steigen. «Ich bin anderswo auf dem Festplatz präsent», sagt Andreas Hotz. Doch auch ohne ihr Zutun werden die Volksrennen, die seit dem vergangenen Jahr im Rahmen der Tour de Suisse durchgeführt werden, wieder viele «Gümmeler» anziehen. Olivier Senn, Generaldirektor der Tour-de-Suisse, sagt, dass sich für die vier Volksrennen, von denen zwei in Baar stattfinden, schon 2500 Personen angemeldet haben. Und das bei einem Angebot von 4000 Startplätzen.

Auch Besucher, welche nicht pedalen wollen, sind an den drei Tagen im Juni gut aufgehoben. Das Programm (www.tds-zug.ch) deckt alle Alterssparten ab. «Der Besuch der Tour de Suisse soll ein Erlebnis sein», sagt Olivier Senn. Und auch Fussball-Fans schauen auf dem Festplatz nicht in die Röhre. Die Spiele der am zweiten Juni-Wochenende beginnenden Europameisterschaften in Frankreich werden ebenfalls übertragen, wenngleich der Radsport beim Bild­angebot im Fokus stehen wird.

Sportlich eine Herausforderung

Aber nicht nur die Organisatoren freuen sich, dass es bald losgeht. Martin Elmiger hofft, dass er in Baar «etwas reissen» kann. Für ihn ist der Start auch eine Reise in seine Vergangenheit. Schon 2001 war er dabei – damals als junger Profi: «Heute gehöre ich zur Kategorie der Routiniers.» Er rechnet natürlich auch mit grossem Zuspruch aus der Bevölkerung. «Ich hoffe, dass bei der Fahrerpräsentation am Freitag (10. Juni) wieder wie in Rotkreuz 2000 Leute kommen werden. Diese Veranstaltung, so erzählt der 37-Jährige, sei vor zwei Jahren noch von 30 Zuschauern angeschaut worden.

Froh sind die lokalen Organisatoren rund um Beat Villiger, dass genügend Sponsoren gefunden werden konnten. Die Kosten für die drei Tage betragen laut Villiger rund 800 000 Franken. Ein Sparprogramm sei nie Thema gewesen: «Wenn man etwas macht, dann macht man das auch richtig.»

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