BAAR: Kantonsspital wohl bald nicht mehr ringhörig

Der Betrieb im neuen Zuger Kantonsspital ist aus medizinischer Sicht gut angelaufen. Probleme bereiten den Behörden allerdings die Ringhörigkeit des Neubaus. So ist es wiederholt zu Lärmklagen von Patienten gekommen.

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Die Rohrpost im Kantonsspital Zug ist sehr laut, Räume sind ringhörig. Das will die Baudirektion jetzt möglichst schnell beheben. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Rohrpost im Kantonsspital Zug ist sehr laut, Räume sind ringhörig. Das will die Baudirektion jetzt möglichst schnell beheben. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Schalldämmung im seit zweieinhalb Monaten in Betrieb stehenden Spitals sei nicht in allen Bereichen optimal, sagte der CEO des Kantonsspitals, Robert Bisig, am Donnerstag vor den Medien in Baar. Patienten und Patientinnen hätten sich wiederholt über störende Geräusche aus den Gängen und den Nachbarzimmern beschwert.

Die Zuger Baudirektion sei darauf sofort aktiv geworden, sagte Baudirektor Heinz Tännler. So wurden bei allen Türen der 105 Patientenzimmer die Dichtungen neu eingestellt. Damit konnten die Geräuschimmissionen aus den Gängen minimiert werden.

Zuerst sind «hochsensible Bereiche» an der Reihe
Schallmessungen in den Räumen ergaben zudem, dass die Zielwerte mehrheitlich «wohl knapp» eingehalten wurden. Das Problem der subjektiven Geräuschbelästigung sei damit aber nicht behoben.

Die Lösung des Problems sei also nicht ganz einfach, räumte der Baudirektor ein. Zuerst gelte es jetzt, die «hochsensiblen Bereiche» unter die Lupe zu nehmen, jene Spitalbereiche also, in denen Gespräche geführt werden. Er sei überzeugt, dass das Schallproblem in nützlicher Frist beseitigt werden könne, hielt Tännler fest.

sda