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BAAR: Keine Gegenwehr bei der Enteignung für die Tangente

Die für die Tangente wichtigen Grundstücke des Grossacherhofs sind vorzeitig an den Kanton übergegangen.
Raphael Biermayr
Über ein Grundstück des Grossacherhofs führt dereinst die Tangente. (Bild Stefan Kaiser)

Über ein Grundstück des Grossacherhofs führt dereinst die Tangente. (Bild Stefan Kaiser)

Raphael Biermayr

Der Landwirt des Grossacherhofs, Josef Andermatt, ist im Zusammenhang mit der Tangente Zug/Baar enteignet worden. Die kantonale Baudirektion braucht einerseits den Zugang zum Margelbach, um dort Schutzmassnahmen im Falle von Hochwasser zu treffen, andererseits zu dem Stück Land, über das die Tangente führt und über dessen Verkauf Andermatt einen Vertrag unterschrieben hat (wir berichteten).

Dem Amtsblatt vom vergangenen Freitag ist nun zu entnehmen, dass die zuständige Schätzungskommission entschieden hat, die Grundstücke an den Kanton zu übertragen. Und das vorzeitig, denn die Entschädigung dafür wird erst in der folgenden Hauptverhandlung festgelegt. Wegen der gegebenen Dringlichkeit sei dem Gesuch des Kantons um eine vorzeitige Übertragung stattgegeben worden, erklärt der Rechtsanwalt Alexander Rey, der der Schätzungskommission angehört. Denn eigentlich würde das enteignete Recht – hier also das Eigentum an einem Grundstück – erst mit der Bezahlung der festgesetzten Entschädigung an die andere Partei übergehen.

Keine rechtliche Vertretung

Im Fall Grossacherhof ist nicht die Enteignung an sich das Besondere, sondern der Umstand, dass Hofeigentümer Andermatt ein Phantom ist. Früheren Angaben der Baudirektion zufolge sei er im vergangenen Jahr in Frankreich in ein Kloster eingetreten und seither für niemanden zu sprechen. Den Hof liesse er bewirtschaften. Ob im laufenden Verfahren die Schätzungskommission in Kontakt steht mit Andermatt, beantwortet der Rechtsanwalt Rey nicht explizit. Es deutet aber nichts darauf hin. Denn aus dem Eintrag im Amtsblatt geht hervor, dass der Bauer keinen Rechtsvertreter hat. Von der Tatsache der Veröffentlichung des Entscheides im Amtsblatt könne ausserdem abgeleitet werden, «dass (Andermatt, Anm. d. Red.) der Entscheid nicht ordentlich zugestellt werden konnte», schreibt Rey dazu. Von Gegenwehr herrscht also keine Spur.

Sollte nun innerhalb von 20 Tagen Beschwerde gegen den Entscheid der Schätzungskommission beim Verwaltungsgericht eingelegt werden, hätte die keine aufschiebende Wirkung.

Den Arbeiten für die Tangente steht zumindest in diesem Bereich also nichts mehr im Weg.

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