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BAAR: Kirche sorgt für Gesprächsstoff

Mit der neuen Veranstaltungsreihe «Kirchengerede» will die Pfarrei Baar eine Diskussion über Kirchen-, Religions- und Lebensthemen anregen. Den Anfang macht Rollstuhlsportler Heinz Frei.
Rahel Hug
Im Pfarrheim St. Martin findet bald ein «Kirchengerede» statt. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 7. März 2018))

Im Pfarrheim St. Martin findet bald ein «Kirchengerede» statt. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 7. März 2018))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

«Wir müssen den Menschen zeigen, dass die Kirche nicht nur in ihrem eigenen Saft schmort.» Dieser Satz kommt aus dem Mund des Baarer Religionspädagogen Robert Pally. Sein Ziel ist es, die Kirche näher zu den Leuten zu bringen und zu zeigen, «dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind und eine moderne Kirche sind».

Bereits für die landesweite Veranstaltungsreihe «Woche der Religionen» im vergangenen Herbst hat sich der Baarer Pfarreimitarbeiter stark engagiert und mehrere Anlässe organisiert. Nun hat er ein weiteres Projekt lanciert: eine Vortrags- und Gesprächsreihe mit dem Titel «Kirchengerede». Die Bezeichnung ist bewusst etwas provokativ gewählt, wie Robert Pally sagt. «Das Wort ‹Gerede› hat nämlich auch eine negative Seite. Damit will ich zum Nachdenken anregen.»

Vielfältige Themen ausgewählt

Pro Jahr wird es jeweils drei thematisch verbundene Vorträge geben. 2018 stehen die Anlässe unter dem Motto «Leben». Den Auftakt macht am 20. März der Pionier des Rollstuhlsports Heinz Frei. Er wird einen Vortrag zu den Herausforderungen im Leben halten (siehe Hinweis). Für die weiteren zwei Anlässe konnte Robert Pally den Paartherapeuten und Psychologen Robert Wäschle und die Journalistin und Sachbuch-Autorin Katharina Finke gewinnen. Wäschle wird am 26. Juni zum Thema «Was Paare zusammenhält» sprechen, Finkes Abend am 22. Oktober steht unter dem Motto «Loslassen – Wie ich die Welt entdeckte und verzichten lernte».

Die Zuhörer dürfen sich beteiligen

«Das alles sind hochaktuelle, aber auch zeitlose Themen», sagt der Organisator. Pally, der an der Baarer Schule Religion unterrichtet, kennt den Rollstuhlsportler Heinz Frei bereits seit Längerem persönlich. «Im Unterricht hat er uns schon mehrmals besucht und Vorträge gehalten. Ich habe bei den Schülern ein grosses Interesse gespürt am Thema, wie die Gesellschaft mit Behinderungen umgeht.»

Dass er für den zweiten Anlass im Sommer einen Paartherapeuten einlädt, hat für Pally ebenfalls einen guten Grund: «Die Liebe ist in der Bibel ein zentrales Thema.» Der dritte Abend mit Katharina Finke sei angesichts des Überflusses, in dem viele Menschen heute leben, interessant: «In Zeiten, in denen wir einen Teil unseres Essens wegwerfen, ist es wichtig, unseren Konsum zu überdenken und zu lernen, mit weniger glücklich zu sein.» Robert Pally erhofft sich von den Anlässen, dass sich die Zuhörer auch beteiligen und Fragen stellen. «Ein Gottesdienst in der Kirche beispielsweise ist eher einseitig, eine Diskussion findet nicht statt. Das soll bei dieser Vortragsreihe anders sein.»

Für eine weitere Reihe im nächsten Jahr hat der engagierte Religionspädagoge bereits Ideen. «Es soll um das Christ-Sein im 21. Jahrhundert gehen», verrät Pally.

Hinweis

Am 20. März findet um 19.30 Uhr im Pfarreiheim St. Martin der Vortrag «Herausforderungen im Leben» von Heinz Frei statt. Weitere Anlässe stehen am 26. Juni und am 22. Oktober auf dem Programm. Infos gibt es unter www.pfarrei-baar.ch

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