BAAR: Kommt umstrittene Leitung doch zustande?

Die Alternativlösung zur umstrittenen SBB/NOK-Leitung in Baar lag bis Mitte Dezember 2007 öffentlich auf. Dabei gingen vier Einsprachen gegen das Vorhaben ein. Mit drei der vier Einsprecher konnte die Baudirektion mittlerweile eine Einigung erzielen.

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Die Baudirektion des Kantons Zug informierte im vergangenen Jahr regelmässig über den Stand der Arbeiten für ein alternatives Trassee der SBB/NOK-Leitung in Baar, so auch über den Ausgang der öffentlichen Auflage. Demnach gingen vier Einsprachen ein, wie das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) mitteilte.

Seither hat die Baudirektion versucht, auf dem Verhandlungsweg mit den Einsprechern einvernehmliche Lösungen zu finden. In drei der vier Fälle gelang dies dank Inkonvenienzentschädigungen, die für besonders stark tangierte Grundeigentümerinnen und -eigentümer vorgesehen sind. Allerdings konnten die Entschädigungen für materielle Einbussen bisher nur unter Vorbehalt gesprochen werden, da der Kantonsrat dem Verpflichtungskredit von 1,5 Mio. Franken noch zustimmen muss. Der Antrag des Regierungsrates wird derzeit von der kantonsrätlichen Raumplanungskommission beraten, wie die Baudirektion des Kantons Zug mitteilt.

Die Baudirektion hofft, auch die letzte noch hängige Einsprache im Dialog beseitigen zu können. Andernfalls wäre es Sache des Eidgenössischen Starktstrominspektorates, einen Entscheid zu fällen. Dieser könnte an das Verwaltungsgericht und schliesslich an das Bundesgericht weitergezogen werden. Sollte dieser Weg beschritten werden und bis Ende 2008 kein rechtsgültiger Entscheid vorliegen, wären die Leitungsbetreiber aus Gründen der Betriebssicherheit allerdings gezwungen, ihre bewilligte Leitung entlang der Autobahn zu bauen.

scd