BAAR: Künstler profitieren voneinander

Zum ersten Mal fand diesen Samstag die Ars Fabricas statt. Zahlreiche Künstler stellten gemeinsam ihre Werke aus. Diese entstanden allesamt in Handarbeit.

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Jeder Aussteller hat sein Spezialgebiet: Die Auswahl in der Schreinerhalle war entsprechend vielfältig. (Bild: Werner Schelbert  / Neue ZZ)

Jeder Aussteller hat sein Spezialgebiet: Die Auswahl in der Schreinerhalle war entsprechend vielfältig. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Julia Truttmann

Betrat man diesen Samstag die Schreinerhalle an der Dorfstrasse 27 in Baar, fielen einem gleich alle möglichen Farben und Formen ins Auge. Zum ersten Mal fand die Ars Fabricas, ein Kunst- und Handwerksmarkt, in Baar statt. «Wir Aussteller sind alle berufstätig und betreiben in unserer Freizeit Kunst, welche wir nun einmal gemeinsam präsentieren wollten», erklärte der Leiter der Ars Fabricas, Urs Anton Schleiss. Die Aussteller stammen alle aus dem Kanton Zug, und jeder hat sein eigenes Spezialgebiet. «Die Ausstellung findet auf lokaler Basis statt, und alle Gegenstände hier sind handgemacht», meinte Urs Anton Schleiss weiter. So kam einiges zusammen, und die Besucher der Ausstellung konnten von Gemälden über Esswaren und Stoffhandwerk bis hin zu grossen Spiegeln mit Holzrahmen alles Mögliche, was man mit den Händen so fabrizieren kann, bestaunen und kaufen.

Eine wichtige Plattform

Für die Aussteller bot die Ars Fabricas eine wichtige Plattform und Chance, um sich und ihre Werke zu präsentieren. «Wir haben diese Gemeinschaft aus Künstlern gebildet, um möglichst viele Leute anzuziehen. Für einen von uns allein wäre es schwierig, eine Ausstellung zu machen, aber tut man sich zusammen, dann lohnt sich das Ganze auch», erklärte Urs Anton Schleiss. Zudem macht jeder auch automatisch Werbung für den anderen, und die Künstler können voneinander profitieren. «Jeder bringt seine eigenen Kunden mit, welche auch gleich einmal bei den anderen Künstlern vorbeischauen, wenn sie schon einmal da sind. So nimmt das Ganze die Gestalt von einem Schneeball an, welcher stetig wächst.»

Die Idee für die Ars Fabricas entstand anfänglich aus einem Flohmarkt. «Wir haben dann aber gemerkt, dass dies nicht mehr so beliebt ist, und uns etwas anderes überlegt», erinnerte sich Urs Anton Schleiss. Aus dieser neugeborenen Idee könnte jedoch durchaus etwas werden. Urs Anton Schleiss meinte: «Wir hatten bereits viele Besucher und auch schon einige neue Künstler, welche bei der nächsten Ars Fabricas gerne mit dabei wären.» Die nächsten Termine sind auch bereits geplant, und zwar findet am 9. April die nächste Ausstellung statt. «Der Plan wäre, dass wir etwa alle zwei Monate eine Ars Fabricas durchführen könnten», so Urs Anton Schleiss. An Besuchern sollte es auch bei den nächsten Malen nicht mangeln, denn diese schauten sich am Samstag interessiert um, erbeuteten Schnäppchen und tauschten sich im Anschluss bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen aus.

Eine Idee mit Zukunft

«Wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit den Ergebnissen», meinte Urs Anton Schleiss glücklich. Die allererste Ars Fabricas schien also sowohl für Künstler und Veranstalter wie auch für die Besucher ein voller Erfolg gewesen zu sein und blickt damit in eine viel versprechende Zukunft, voller Kreativität und bunter Farben.