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BAAR: Mann malträtiert Frau auf offener Strasse mit Fusstritten

Ein 34-jähriger Schweizer hat mitten auf der Strasse eine junge Frau brutal zusammengeschlagen. Dank des beherzten Eingreifens von Passanten konnte der Täter verhaftet werden.
Die Dorfstrasse war am Mittwochnachmittag für die Spurensicherung abgesperrt. (Bild: Zuger Polizei (Baar, 16. August 2017))

Die Dorfstrasse war am Mittwochnachmittag für die Spurensicherung abgesperrt. (Bild: Zuger Polizei (Baar, 16. August 2017))

Samantha Taylor und Christopher Gilb

Ein äusserst brutaler Vorfall hat sich am Mittwoch am helllichten Tag mitten im Dorfzentrum der Zuger Gemeinde Baar ereignet. Ein 34-jähriger Mann ist direkt vor der Postfiliale auf eine Frau losgegangen und hat diese tätlich angegriffen. Wie Zeugen berichteten, warf er die 25-Jährige zu Boden, beschimpfte und malträtierte sie mit heftigen Fusstritten. Eine Waffe war laut Angaben der Zuger Polizei nicht im Spiel.

Das Opfer erlitt dabei mittelschwere Kopfverletzungen und wurde ins Spital gebracht. Die junge Frau befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Begleitung von drei Kindern. Eines davon, ein 14-Jähriges Mädchen, wurde durch den Angriff ebenfalls verletzt. Über das Alter der anderen beiden Kinder und deren Beziehung zur Frau oder zum Angreifer machte die Polizei keine Angaben.

Über das Motiv des Täters und seine Beziehung zum Opfer ist bislang ebenfalls wenig bekannt. «Wir können derzeit einzig sagen, dass der mutmassliche Täter und das Opfer in keiner verwandtschaftlichen oder familiären Beziehung zueinander stehen», sagt Judith Aklin, Mediensprecherin der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Ob Drogen oder Alkohol im Spiel waren, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Sowohl beim mutmasslichen Täter wie auch beim Opfer handelt es sich um Schweizer Staatsangehörige.

«Die Frau war blutüberströmt»

Der Angreifer konnte von der Polizei direkt nach der Tat festgenommen werden. Dies dank des beherzten Eingreifens von mehreren Passanten. Sie eilten der Frau sofort zu Hilfe und hielten den Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest. «Die Passanten haben sehr mutig reagiert, und es ist glücklicherweise niemand von ihnen zu Schaden gekommen», sagt Aklin. Sie werden derzeit von der Polizei einvernommen. «Es könnte sich um eine Beziehungstat gehandelt haben», sagt eine Augenzeugin, die nach eigenen Angaben den Grossteil der Tat beobachten konnte. Laut ihrer Beschreibung trug der Täter eine schwarze Kapuzenjacke, und auch seine restlichen Kleider seien schwarz oder zumindest dunkel gewesen. Zudem habe der Mann eine Glatze oder mindestens sehr kurz geschnittene Haare. Seinen Körperbau beschreibt sie als nicht unbedingt kräftig, sondern auf den ersten Blick sogar eher schmächtig.

Pausenlos habe er die junge Frau angeschrien und unter anderem gesagt, dass sie die letzten vier Jahre seines Lebens sowie seine Familie zerstört habe. Als das Opfer dann auf dem Boden vom Täter getreten wurde, sei sofort ein Mann zu Hilfe geeilt. Der Täter habe auch ihn angegriffen. Anschliessend kamen laut der Zeugin weitere Passanten dazu. Einer war mit seinem Auto unterwegs, hielt sofort am Tatort an und sprang heraus, um zu helfen. «Ich habe noch nie so etwas Schreckliches gesehen, die Frau war blutüberströmt», so die Augenzeugin, vom Erlebten sichtlich mitgenommen. Eine weitere Augenzeugin erinnert sich, dass insgesamt fünf oder mehr Personen den Täter mit vereinten Anstrengungen festgehalten haben.

Die Zuger Polizei sucht weitere Zeugen des Vorfalls. Diese sind gebeten, sich unter Telefon 041 728 41 41 zu melden.

Die Polizei hat die Dorfstrasse in Baar am Mittwochnachmittag gesperrt. (Bild: Leserbild)

Die Polizei hat die Dorfstrasse in Baar am Mittwochnachmittag gesperrt. (Bild: Leserbild)

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