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BAAR: Mittagstisch wird wieder aus der Nähe beliefert

Eigentlich hatte die Gemeinde den Auftrag für die Mahlzeiten des Mittagstischs einem Unternehmen aus Bern gegeben. Weil dies aber nicht funktionierte, kommt das Essen nun bis im Sommer aus der Zuwebe.
Zoe Gwerder
In Baar wird der Mittagstisch nun von einem Zuger Unternehmen geliefert. (Symbolbild: Maria Schmid (September 2017))

In Baar wird der Mittagstisch nun von einem Zuger Unternehmen geliefert. (Symbolbild: Maria Schmid (September 2017))

Der Entscheid sorgte für Diskussionen über die Gemeindegrenzen hinweg: Zum Schulstart vergangenen Sommer war bekannt geworden, dass die Gemeinde Baar die Malzeiten für den Mittagstisch der Schule von einem Unternehmen aus Bern-Belp liefern lässt. Nun, nur ein halbes Jahr später, ist diese Zusammenarbeit bereits wieder Vergangenheit. So werden die täglich rund 180 Kinder seit vergangenem Montag von der Zuwebe mit dem Mittagessen beliefert, wie die Gemeinde mitteilt. «Die Qualität des gelieferten Essens entsprach nicht den Vereinbarungen im Vertrag», erklärt Gemeindeschreiber Walter Lipp. Es habe immer wieder zu Rückmeldungen geführt. Beispielsweise sei das Essen nicht mehr wirklich warm gewesen. «Und bei grösseren Mengen wurde es in den Kisten, in denen es geliefert wurde, pampig.»

Wie Lipp weiter erklärt, war es von Anfang an abgemacht, dass die Leistung überprüft werde und Rückmeldungen dem Unternehmen auch mittels Abmahnungen mitgeteilt werden. «Die anhaltenden Beanstandungen der Standortleiterinnen zeigten jedoch, dass das Angebot nicht auf Kurs kam. Weshalb wir uns für einen Schlussstrich entschieden.»

Dass die Gemeinde vergangenen Sommer für ihre Auslagerung nach Bern kritisiert wurde – und auch im Fasnachtsblatt von Baar war dies ein Thema – habe nichts mit der Auflösung des Vertrages zu tun. «Wir hatten ein sauberes Auswahlverfahren. Hätte es mit der Lieferung des Essens aus Belp funktioniert, würde das niemand in Frage stellen», so Lipp.

Kosten im Durchschnitt der Ausschreibung

Das neue Angebot koste zwar etwas mehr als die budgetierten 240000 Franken pro Jahr, aber die Mehrkosten sind laut dem Gemeindeschreiber im Kompetenzbereich des Gemeinderates. Zudem befinde sich das Angebot der Zuwebe im Durchschnitt der offerierten Preise aus dem Submissionsverfahren von vergangenem Jahr. Die anderen vier Betriebe, die sich damals für den Auftrag beworben haben, habe man aber nicht kontaktiert. «Wir waren gefordert, möglichst schnell eine Lösung zu finden», erklärt Lipp.

Wie es nach dem Schuljahr mit der Verpflegung weitergeht, wird nun rechtlich abgeklärt. Gemäss Lipp soll dies sofort an die Hand genommen werden. Der Schritt habe sich aber gelohnt, zieht Lipp ein Fazit. «Nun sind die Standortleiterinnen und Kinder wieder zufrieden. Sie hätten gut gegessen, war die Rückmeldung.» Und es sei nicht nur gut, sondern auch ausgewogen und kindergerecht – was schon in der Submission ein wichtiges Kriterium gewesen sei.

Gerichte werden wieder vor Ort fertiggestellt

Für die Zuwebe heisst die neue Aufgabe, dass sie sich mit drei Wochen Vorbereitungszeit von rund 400 Mittagsmenus auf die Herstellung von fast 600 Menus umstellen musste – also 50 Prozent mehr. «Derzeit arbeiten wir noch mit demselben Personal», erklärt der Teamleiter der Zuwebe-Küche, Rudolf Hager. Dazu habe man die Arbeitszeit etwas ausgeweitet. «Aber vor allem haben wir die Menus umgestellt.» Nicht nur, weil sie an die Bedürfnisse von Kindern angepasst werden mussten, sondern vor allem, um den aktuellen Personalengpass zu überbrücken. «Ob wir nun 25 Kilogramm Reis kochen oder 35 macht keinen grossen Unterschied», so Hager.

Gemäss seinem Vorgesetzten, dem Leiter Geschäftsbereich Dienst, Benno Sidler, ist die grösste Herausforderung derzeit der Platz. Deshalb sei geplant, dass die Zuwebe demnächst auch die Küche des Schulhauses Dorfmatt zum Kochen benutzen kann. Dazu wird sie einen zusätzlichen Koch befristet einstellen. Im Schulhaus sollen dann Lebensmittel wie Teigwaren oder Fleisch gleich frisch zubereitet werden. Zudem werde dort dann auch der Finish der Gerichte gemacht und sie werden für das Verteilen auf die fünf Standorte verpackt.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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