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BAAR: Musik im Ökihof: Beethoven zwischen Petflaschen

Die Feldmusik hat zwei Konzerte im Ökihof gegeben. Was bei manchen Zuschauern im Vorfeld Skepsis hervorgerufen hatte, stellte sich als gelungene Abwechslung heraus. Es könnte eine Wiederholung geben.
David Huwyler
Die Hallen des Ökihofs haben sich als gutes Konzertlokal herausgestellt. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 12. Mai 2018))

Die Hallen des Ökihofs haben sich als gutes Konzertlokal herausgestellt. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 12. Mai 2018))

David Huwyler

redaktion@zugerzeitung.ch

Die Feldmusik Baar hat zu einem ganz speziellen Klangerlebnis in einer ungewohnten Umgebung eingeladen. Das Jahreskonzert fand nicht wie üblich im Gemeindesaal statt, sondern in den Entsorgungshallen der Baarer Firma Twerenbold. «Den Ort zu wechseln, war mit viel Aufwand verbunden. Neben dem ganzen Aufbauen und Abbauen der Bühne mussten wir sogar Fluchtwege planen und eine ganze Festwirtschaft wurde errichtet. Es hat sich aber sicherlich gelohnt. Viele hundert Leute sind gekommen. Ich bin positiv überrascht», meint die Oboe spielende Janine Kilchör aus Zug.

Nach alter Tradition eröffneten die Tambouren aus Baar das Konzert. Passend zum Motto des Abends, Harmonie im Ökihof, mit «Stinkin’ Garbage». Auch die auserwählten Werke der Feldmusik hatten sehr viel mit dem Motto zu tun. So auch das Hauptwerk des Abends «Extreme Beethoven» von Johan de Meij. Es stellt eine Neuinterpretation der Kompositionen von Ludwig van Beethoven dar.

Der Komponist «recycelt» viele bekannte Beethoven-Werke zu einem neuen Stück. So wurde im Ökihof an Stelle von Altglas oder Karton für einmal Musik recycelt. Nach der Pause betraten die Musiker in Leuchtwesten die Bühne und wiesen dem Publikum den richtigen Weg durch das chaotische Stück «Fusion Factory». Mit dem Themensong von «Mission Impossible» kam am Schluss noch einmal richtig Stimmung auf.

Zufriedenheit herrscht vor

«Wir haben etwas Neues gewagt und dies ist voll aufgegangen. Wir haben ja nicht nur den Ort gewechselt, sondern auch den ganzen Ablauf. Die Zuschauer können schon vor dem Konzert essen und so statt dem knurrenden Magen zu lauschen, sich voll und ganz auf die Musik fokussieren», sagte Daniela Maurer aus Baar.

Auch beim Publikum kam das Experiment gut an. «Als Zuschauer war ich zuerst ein wenig skeptisch, als ich hörte, dass das Konzert im Ökihof stattfindet. Meine Zweifel lösten sich aber schnell in Luft auf. Die Akustik war phänomenal und das Programm abwechslungsreich. Einige Stücke waren gar episch. Es hat einfach gepasst», befand Timon Kiser aus Baar.

Insgesamt hat das ganze Ambiente überzeugt. Meterhohe Würfel aus gepressten Petflaschen flankierten die Bühne und die Stimmung war grossartig. «Das Konzert war eine super Sache. Die grösste Herausforderung war es, im Vorfeld möglichst viel vorzubereiten und aufzubauen. Dies, ohne dabei den Betrieb gross zu stören. Das ist uns gut gelungen. Ich könnte mir vorstellen, dass es wieder einmal ein Konzert im Ökihof gibt», sagte der Leiter der Twerenbold AG, Marcel Schmid aus Baar.

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