BAAR: Nach drei Minuten knallt der Räbechüng

Die Verbrennung des Räbechüngs lockte nochmals viele Zuschauer an. Rund 20 Guggenmusiken sorgten für ausgelassene Stimmung.

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Schluss, aus, vorbei: Der Räbegäuggel brennt, die Fasnacht ist zu Ende. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Schluss, aus, vorbei: Der Räbegäuggel brennt, die Fasnacht ist zu Ende. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Das Finale steht bevor. 20.16 Uhr: Der Räbechüng raucht. 20.19 Uhr: Mit lautem Knall fliegen Papierfetzen durch die Baarer Nacht.

Die Räbegäuggel tanzen um das Feuer auf dem Rathausplatz und beweinen den Feuertod des Räbechüngs. «Der Tod gehört auch zum Leben», verkündete der Räbevater Albert II. Wismer zuvor durch das Mikrofon seinem Fasnachtsvolk. «Wir haben zwei wunderschöne Fasnachtsumzüge erlebt. Vielen Dank an alle Helfer», schaute der Räbevater auf die Fasnacht 2009 zurück.

In Begleitung zweier Ehrendamen rückte er dann dem Räbechüng mit seiner Fackel zu Leibe. Unter den Augen von rund tausend Fasnächtlern und rund 20 Guggenmusigen, die sich zum Abschiedskonzert auf dem Rathausplatz versammelten, wurde das Baarer Fasnachtssymbol traditionsgemäss dem Feuer übergeben.

«Jetzt gehen wir alle sofort heim. Um eins, zwei oder drei.» Mit diesen Worten entlässt Albert der II. Wismer die festfreudigen Narren in die letzten Fasnachsstunden.

Guggenmusigen heizen ein
Und die Baarer Guggenmusigen, die sich wie jedes Jahr zur «IG Fiirabig» versammelt haben, heizen dem Publikum nochmals ein. «So jetzt gebt nochmals alles», motiviert Antony von der Guggenmusig Grütlihüüler aus Allenwinden die Fasnächtler, die im Rhythmus auf und ab hüpfen. «Dieser Moment hier», so Antony, «das ist mein persönlicher Höhepunkt der diesjährigen Fasnacht.» Und schon taucht er mit seinem Mikrofon in der Menge ab, um lauthals die Gastgugger Los Moränos aus Neuheim anzukünden.

Bis in die Morgenstunden
In den Bars hinter dem Rathausplatz wurde gestern noch bis in die heutigen Morgenstunden weitergefeiert. Um 7 Uhr früh standen schon die Werkhofmitarbeiter parat, um die Fasnacht endgültig wegzuwischen.

Prächtige Fasnachtsumzüge, die von zahlreichen Besuchern gesäumt waren, standen gestern noch in Oberägeri und Hünenberg auf dem Programm.

Mit dem Verbrennen von Fasnachtssymbolen wurde gestern Dienstag auch in Unterägeri, Hünenberg und Steinhausen das Ende der närrischen Zeit besiegelt.

Luc Müller