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BAAR: Open House im Kantonsspital

Am Samstag gibt das Zuger Kantonsspital Einblick in die Orthopädie. «Ein faszinierender Job», sagt deren Chef.
Charly Keiser
Reto Twerenbold, leitender Arzt der orthopädischen Chirurgie des Zuger Kantonsspitals, zeigt ein künstliches Kniegelenk. Das Modell eines Knies ist am rechten Bildrand zu erkennen. (Bild Werner Schelbert)

Reto Twerenbold, leitender Arzt der orthopädischen Chirurgie des Zuger Kantonsspitals, zeigt ein künstliches Kniegelenk. Das Modell eines Knies ist am rechten Bildrand zu erkennen. (Bild Werner Schelbert)

Charly Keiser

Die Orthopädie ist ein grosses Feld innerhalb der Chirurgie und hat in den letzten Jahren vielen Leuten sehr viel Lebensqualität zurückgebracht. Dies vor allem mit dem Ersatz verbrauchter Gelenke durch künstliche. Einen Einblick in die Vielfältigkeit der Materie können Besucher am kommenden Samstag am Tag der Orthopädie im Zuger Kantonsspital nehmen. Denn dort wird dem Publikum einiges gezeigt und geboten (siehe Box).

«Wir möchten an diesem Tag der Zuger Bevölkerung einen Einblick geben, welche medizinischen Dienstleistungen im Bereich der Unfallchirurgie und der Orthopädie zur Verfügung stehen», erklärt Reto Twerenbold, leitender Arzt der orthopädischen Chirurgie im Zuger Kantonsspital. Die Besucher hätten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Spitals zu werfen, sie könnten die neusten medizinischen Produkte in ihrem Fachgebiet sehen und anfassen und deren Anwendungsbereiche erfahren. «Wichtig ist uns auch, dass die Besucher an diesem Tag auch gewisse Operationstechniken selber mit unserer Hilfe am Modell durchführen können und so die Gelegenheit haben, unseren faszinierenden Beruf ein bisschen näher kennen zu lernen», betont Twerenbold.

Nur wenig Alternativen

Was sind die meisten und wichtigsten Operationen in der Orthopädie? «In der Unfallchirurgie behandeln wir häufig Brüche am Handgelenk und am Knöchel sowie auch hüftnahe Brüche bei älteren Patienten», antwortet Twerenbold. Auch Sehnen- und Bänderverletzungen durch die vermehrt sportlich aktive Gesellschaft gehörten zu ihrem Alltag, ergänzt er.

Und wie beurteilt und was empfiehlt der Leiter der Orthopädie in Sachen künstlicher Gelenke? «Die Notwendigkeit eines Gelenksersatzes ist meistens aufgrund der Einschränkung der Lebensqualität zu sehen. Diese ist sehr subjektiv, und die Grenzen haben sich diesbezüglich in den letzten Jahren zunehmend verschoben.» Es gebe selten andere Möglichkeiten für einen Gelenksersatz, wie zum Beispiel bei zunehmenden Gelenksdeformitäten oder akuten Durchblutungsproblemen des Knochens.

Und wie sieht Twerenbold die weitere Entwicklung in der Orthopädie? «In der Medizin kommt es stetig – wie auch in den anderen Wissenschaften – zu einem Wissenszuwachs und neuen Erkenntnissen. Zusätzlich macht auch in unseren chirurgischen Disziplinen der technische Fortschritt keinen Halt.» Dies erfordere einerseits eine regelmässige Auseinandersetzung mit den neuesten Ergebnissen und Möglichkeiten, aber andererseits auch eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des Personals, damit dieses Wissen auch für den Vorteil der Patienten eingesetzt werden könne, erklärt Twerenbold. Nichtsdestotrotz sei es immens wichtig, die sogenannten «neuen» möglichen Verbesserungen der medizinischen Versorgung kritisch zu hinterfragen; denn nicht jeder Zuwachs von Wissen und Technik habe automatisch verbesserte Resultate für die Patienten zur Folge.

Freude an der Diversität

Das Faszinierendste an seinem Job sei für ihn die individuelle Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Patienten und die damit verbundene Diversität, die dies mit sich bringe, sagt Twerenbold und ergänzt: «Ein körperliches Symptom äussert sich bei jedem Patienten in einer individualisierten Form, und die grösste Herausforderung ist es für jeden einzelnen Patienten, den bestmöglichen gemeinsamen Weg zu dessen Wohlbefinden zu gehen. Die Qualität der medizinischen Versorgung der Patienten ist und bleibt der zentrale und entscheidende Faktor unserer täglichen Arbeit.»

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