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BAAR: Rat winkt Sanierungskredit durch

Gegen den Widerstand der SVP spricht sich der Kantonsrat für den Kredit zur Sanierung des Strassenabschnitts Margel–Talacher aus. Der Rat setzt aber dennoch den Rotstift an.
Die Tangente Zug-Baar nimmt Formen an. Im Gebiet Margel haben im Herbst 2016 die Vorarbeiten angefangen. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 9. September 2016))

Die Tangente Zug-Baar nimmt Formen an. Im Gebiet Margel haben im Herbst 2016 die Vorarbeiten angefangen. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 9. September 2016))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Eigentlich sind sich alle Parteien und auch deren Kantonsräte einig: Die Strasse zwischen dem Margel und dem Talacher auf dem Gemeindegebiet von Baar muss saniert werden. Trotzdem hat am Donnerstagmorgen der Kantonsrat zum Objektkredit von 5,82 Millionen Franken in der Schlussabstimmung nur mit 56 zu 18 Stimmen Ja gesagt.

Der Grund, warum sich nämlich die SVP gegen das Geschäft stemmte, lag bei dessen Preisschild. Bereits in der Eintretensdebatte sprach sich Rainer Suter (Cham) im Namen der Volkspartei gegen das Projekt aus. «Im Kanton Zug werden immer noch Strassen für die Ewigkeit gebaut», sagte er. Dessen ungeachtet würden einige Fahrwege bereits nach wenigen Jahren wieder geändert. Der Strassenabschnitt Margel–Talacher werde ausgebaut und begradigt. «Wo keine Leitplanken sind, werden solche hingestellt, wo Leitplanken sind, werden diese demontiert.» Suter appellierte ans Sparen und ergänzte: «Man kann die Autofahrer nicht vor sich selber schützen, auch nicht auf dem Abschnitt Margel–Talacher.»

«Die Strasse ist in einem schlechten Zustand»

Er müsse die Bedeutung des Strassenabschnitts nicht noch einmal wiederholen, begann Baudirektor Urs Hürlimann sein Votum und sprach damit die Vorredner an, die sich für den Kredit starkgemacht hatten. «Die Strasse ist in einem schlechten Zustand, der Schein trügt», erklärte Hürlimann. Es würde hier keinesfalls ein Projekt für die Ewigkeit gebaut, konterte er. Vielmehr gehe es hier um eine Strasse mit einer Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren, inklusive einer vernünftigen Begradigung sowie um eine Erhöhung der Sicherheit für die Strassenbenützer. «Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt», sagte der Baudirektor in Richtung Suter. Und ergänzte: «Unser Ziel ist es, ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis hinzubekommen.»

Die SVP unterlag mit ihrem Antrag, nicht auf das Geschäft einzutreten. Und auch der persönliche Antrag von Manuel Brandenberg (SVP, Zug), den Kredit auf 5,5 Millionen Franken zu reduzieren, unterlag im Rat mit 52 zu 20 Stimmen.

Bereits sehr ausgereiftes Projekt

Bereits zuvor zeigte sich hingegen Urs Hürlimann im Namen der Regierung mit dem Kürzungsantrag der Kommission für Tiefbau und Gewässer von 6,1 auf 5,82 Millionen Franken einverstanden. Die Kommission stelle mit Genugtuung fest, dass das Projekt sehr ausgereift sei und bereits einen hohen Detaillierungsgrad aufweise, sagte Kommissionspräsident Thomas Gander (FDP, Cham) und begrün-
dete: «Die Mehrheit der Kommission ist daher der Meinung, dass es verantwortbar ist, den Betrag für Unvorhergesehenes auf die Hälfte, von 10 auf 5 Prozent, zu reduzieren.»

Einsichtig zeigte sich der Regierungsrat auch in der Frage des Verkehrsregimes und beugte sich der Kommission, die sich nicht für eine Vollsperrung erwärmen konnte – ausser während der Sommerferien. Dies werde vom Regierungsrat entsprechend geprüft, und – wenn praktikabel – ins Projekt integriert, betonte Hürlimann.

Vergeblich votierte Alois Gössi (SP, Baar) gegen die Aufhebung der beiden Bushaltestellen Neugut und Moos. «Die Baudirektion ist hier nur den Wünschen des Baarer Gemeinderats gefolgt», erklärte Urs Hürlimann.

Und der zuständige Baarer Gemeinderat und Kantonsrat Pirmin Andermatt (CVP) ergänzte: «Die beiden Haltestellen werden wirklich sehr wenig benutzt, und der behindertengerechte Bau der Haltestellen wäre sehr teuer geworden.» Andermatt betonte: «Im Notfall kann ein Taxi gerufen werden.»

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