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BAAR: Rennfahrer nehmen Strassen in Beschlag

Am Wochenende startet die Tour de Suisse. Damit es ein Durchkommen gibt, wurde vorgesorgt. Das Nachsehen allerdings hat, wer mit dem Auto unterwegs ist.
Carmen Desax
Es ist soweit: Die 80. Tour de Suisse startet am Samstag. Auf Verkehrsteilnehmer warten einige Umleitungen und Sperrungen. (Bild: Keystone)

Es ist soweit: Die 80. Tour de Suisse startet am Samstag. Auf Verkehrsteilnehmer warten einige Umleitungen und Sperrungen. (Bild: Keystone)

Carmen Desax

10 000 Zuschauer im Zielbereich, 100 000 an der Strecke und zwei Volksrennen mit vielen Anmeldungen: Der Start der Tour de Suisse steht vor der Tür. Vom 10. bis am 12. Juni werden die Radprofis Halt in Baar machen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. «Ein erfolgreicher Start mit viel Publikum ist für die gesamte Tour wichtig. Baar bietet dafür beste Voraussetzungen», freut sich Regierungsrat Beat Villiger. Er ist Präsident des Vereins Hub Zug – und seines Zeichens Baarer. Bereits im letzten Jahr, als die Tour in Risch startete, war er an vorderster Front mit dabei. In erster Linie dreht sich natürlich alles um den Velosport. Doch auch die Gemütlichkeit soll nicht zu kurz kommen. An der Langgasse, rund um die Baarer Braui, wurde ein grosses Festgelände aufgebaut. Die Arbeiten sind im Gange, deshalb kann es schon heute zu Engstellen im Verkehr kommen. Ab morgen Freitag von 9 Uhr bis Sonntagnacht um 24 Uhr bleibt die Langgasse im Abschnitt Ägeristrasse bis Schutzengelstrasse durchgehend gesperrt.

Am Samstag, 11. Juni, findet dann die erste Etappe der Tour de Suisse statt. Es handelt sich dabei um das Einzelzeitfahren. Start der 6,4 Kilometer langen Strecke ist in der Leihgasse, das Ziel in der Langgasse. Am Morgen findet das Volksrennen Cornèrcard Cancellara Challenge statt. Ab 9.30 Uhr startet alle 15 Sekunden ein Teilnehmer. Fabio Cancellara selber tritt dann am Nachmittag in die Pedale. Der erste Profi startet um Punkt 14.44 Uhr. Die restlichen folgen jeweils alle 60 Sekunden. Um 17.20 Uhr ist der letzte Fahrer im Ziel. Anschliessend gibt es die Siegerehrungen.

Quartiere sind abgeschnitten

Zwischen 8.30 und 18.30 Uhr bleibt deshalb die ganze Rennstrecke (siehe Grafik) für den Verkehr gesperrt. Die Haldenstrasse, die Leihgasse und die Ägeristrasse zwischen der Langgasse und der Leihgasse sind bereits eine Stunde früher, also ab 6.30 Uhr, gesperrt (am Sonntag von 7 bis 19 Uhr). Das bedeutet auch, dass die Quartiere an der Leihgasse, der Rigistrasse, die Dorfteile Inwil und Arbach, am Ibelweg, an der Inwilerriedstrasse, der Inwilerstrasse, der Marktgasse und der Langgasse verkehrstechnisch abgeschnitten sein werden. «Müssen die Anwohner zu ihren Liegenschaften hin- oder von diesen wegfahren, sollten sie im Vorfeld eine Parkgelegenheit ausserhalb der gesperrten Zone organisieren», rät Beat Villiger. «Wir sind uns bewusst, dass es zu Beeinträchtigungen kommt und wir nicht alle Wünsche berücksichtigen können. Wir bitten deshalb um Nachsicht und danken für das Verständnis», so Villiger. Der OK-Präsident zählt dabei auch auf den positiven Effekt des grossen Ereignisses: «Ich hoffe, viele Betroffene können den Event vor der Haustür oder im Zielbereich geniessen.»

Am Sonntag, 12. Juni, findet mit der zweiten Etappe das Rundstreckenrennen um den Hub Zug statt. Die Fahrer machen vier Runden auf dem Kurs, der auf einer Strecke von 187,6 Kilometern den ganzen Kanton durchquert. Wieder legen die Amateursportler am Morgen los. Deren Start ist bereits um 8.15 Uhr. Das Feld der Profis legt dann um 12.45 Uhr los. Diese werden die Etappe viermal abstrampeln. Das Rennen wird rund viereinhalb Stunden dauern. Die Strecke wird rollend mit den Fahrern gesperrt. Orientieren kann man sich an den Streckenplänen und den Marschtabellen.

Umfahrung für Personenverkehr

Die gesperrte Strecke wird mit einer Umfahrung entlastet. Je nach Veranstaltungsphase wird diese via Schutzengel­strasse über die Lorzenmattstrasse, die Deinikonerstrasse und die Büelstrasse sein oder mit einer Zusatzschlaufe via Schutzengelstrasse, Lorzenmattenstrasse, Deinikonerstrasse und dann über die Mühlegasse, die Früebergstrasse und die Neugasse geführt. Die Umleitungen sind beschildert und werden vom Verkehrsdienst geleitet. Die Umfahrung, die am Oberstufenschulhaus Sennweid und am Kindergarten vorbeiführt, gilt bereits für Freitag. «Dort haben wir dann zusätzliche Verkehrskadetten eingesetzt», erklärt der Baarer Sicherheitschef Pirmin Andermatt. Der Bahnhof Baar ist via Dorfstrasse immer erreichbar. Für Velofahrer werden denn auch zusätzliche Veloparkings aufgebaut. Automobilisten hingegen haben das Nachsehen.

Keine zusätzlichen Parkplätze

«Viele öffentliche Parkplätze werden für den Tour-de-Suisse-Tross benötigt», gibt Andermatt Auskunft. Baar hat nicht unbeschränkt befestigte Parkplätze. «Ich denke, dass es zu Staus und Wartezeiten kommen wird», so Andermatt weiter. Zwei Ratschläge hat er für die Besucher: «Erstens: Die Anreise sollte mit dem öffentlichen Verkehr, dem Fahrrad oder zu Fuss gemacht werden. Zweitens: Wer nicht unbedingt nach Baar muss, sollte unsere Gemeinde weiträumig umfahren.» Zwei Punkte machen Andermatt zudem Sorgen: «Personen, die sich nicht an die Anordnung des Sicherheits- und Streckenpersonals halten, und Personen, die ihre Fahrzeuge sicherheitsgefährdend parkieren.» Damit würden die Sicherheit sowie die Durchfahrt der Blaulichtorganisationen behindert.

Die Verkehrssituation in Baar wird keine leichte, dessen ist sich Andermatt bewusst: «Baar kennt sich im Festen und in der dazugehörenden Sicherheit beziehungsweise Verkehrssituation aus. Die benötigte Infrastruktur für den Anlass von nationaler Grösse bedingt aber ein grosses Mass an Toleranz und Rücksichtnahme sämtlicher Teilnehmer.»

Hinweis

Mehr Informationen zur Streckenführung auf www.tds-zug.ch. Ebenso steht für Notfälle eine Helpdesk-Nummer zur Verfügung: 079 547 78 69.

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