BAAR: Riesenumzug vor der Fasnacht

Mit der achten Auflage des Brauchtums- und Maskentreffens wird gewissermassen die folgende fünfte Jahreszeit eingeläutet. Der Anlass gilt gleich zwei besonderen Daten, die auf das Jahr 2017 fallen.

Raphael Biermayr
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Auch deutsche Brauchtumsgruppen sind in Baar zu bewundern, hier bei der bislang letzten Austragung 2006. (Bild: PD)

Auch deutsche Brauchtumsgruppen sind in Baar zu bewundern, hier bei der bislang letzten Austragung 2006. (Bild: PD)

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Dass die Fasnacht dieses Jahr vergleichsweise spät stattfindet, können die Baarer Festbrüder und -schwestern offenkundig nicht auf sich sitzen lassen. Im Weiler Allenwinden fand noch im alten Jahr der erste Fasnachtsball der Saison statt – und am letzten Januarwochenende steht der erste Grossanlass mit Verkleidungs­gebot auf dem Programm. Für das achte Brauchtums- und Maskentreffen sind 71 Gruppen gemeldet, darunter finden sich zahlreiche Guggenmusigen. Diese Veranstaltung geht jeweils mit besonderen Anlässen der Baarer Fasnachtsgesellschaft einher. Heuer sind das das 70-Jahr-Bestehen der Gesellschaft sowie der symbolische Geburtstag der Fasnachtsüberfigur Geny Hotz. Der Erfinder des Räbechüngs und des Räbegäuggels, der im Jahr 2000 gestorben ist, würde am 13. Februar 100 Jahre alt.

Manche Brauchtums- und Maskengruppen kommen von weit her. Neben zahlreichen Kantonsvertretern sind Formationen aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein zugegen. Am grossen Umzug am 29. Januar werden sie ab 14 Uhr ihre Merkmale präsentieren. Über 2500 Teilnehmer werden dazu erwartet. Der Umzug startet in der Langgasse und führt durch die Markt- und die Neugasse zum Bahnhof und schliesslich über die Dorfstrasse zum Rathaus.

Auf dem Baarer Bahnhof­-platz stehen zwei Tribünen mit 300 Plätzen zur Verfügung. Dort kommt man zum Gegenwert von 45 Franken in den Genuss einer Sitzgelegenheit sowie einer Wolldecke, während die Umzugs­nummern kommentiert werden. Ebenfalls kostenpflichtig sind der Einlass zum Festzelt am Samstag und der Einlass zum Rockzelt.

Diese beiden Installationen sind nur ein Teil der vielen Möglichkeiten, sich auf dem Festgelände zu verweilen. Das schlägt sich in den rund 350 Schichten nieder, die es mit Helfern zu besetzen gilt. Das Organisationskomitee (OK) sei um jede weitere helfende Hand froh, teilt der Kommunikationsverantwortliche Silvan Meier auf Anfrage mit. Das gilt insbesondere für die Schichten am Samstag von 23.30 bis 4.30 Uhr sowie am Sonntag von 15.30 bis 21 Uhr. Als Anreiz hat das OK beschlossen, die Entschädigung für diese Einsätze zu erhöhen im Vergleich zum Normalansatz von 7 Franken pro Stunde: auf 14 Franken in der Samstagsschicht sowie auf 10 Franken in der Sonntagsschicht.

Wie es sich gehört, gibt es auch eine Plakette für das Treffen. Diese wird auch einen Monat später gültig sein – wenn aus Sicht der Baarer endlich die echte Fasnacht auf dem Programm steht.

Hinweis

Weitere Informationen sind unter www.bbm2017.ch erhältlich.