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BAAR: Schule platzt aus allen Nähten

Schon im Jahr 2023 wird in den Schulhäusern im Zentrum kein einziges Zimmer mehr frei sein. Der Gemeinderat muss deshalb in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Die Gemeindeversammlung wird nun über erste Kredite entscheiden.
Rahel Hug
Das Schulhaus Sternmatt 1 soll durch einen Anbau ergänzt werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 6. Juni 2017))

Das Schulhaus Sternmatt 1 soll durch einen Anbau ergänzt werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 6. Juni 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

In den Baarer Schulzimmern im Zentrum wird es in absehbarer Zeit eng werden. Die Schülerzahlen werden weiter steigen, wie der neue Bericht zur Schulraumplanung bestätigt. Zwölf zusätzliche Klassen sind im Zentrum bis zum Schuljahr 2043/44 nötig, wie die langfristige Prognose zeigt. Die heute bestehenden Reserven sind bereits per Schuljahr 2023/24 ausgeschöpft.

Der Gemeinderat muss deshalb mit der Planung von zusätzlichem Schulraum vorwärtsmachen. An der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember legt er je einen Planungskredit für die Erweiterung der Schule Sternmatt 1 und für die Dreifachturnhalle Sternmatt 2 vor. Vertreter der Gemeinde haben am Donnerstagabend in der Eingangshalle des Schulhauses Sternmatt 1 die Nachbarschaft über das Vorhaben informiert.

Der CVP-Motion wird Rechnung getragen

Der Baarer Rektor Urban Bossard legte dar, dass das Projekt in vier Teile gegliedert ist. Das ist erstens der Bau eines zusätzlichen Zweizügers im Südwesten des Areals für die Primarschule (je zwei Klassen von der 1. bis zur 6. Klasse) mit vier Kindergärten und einer Turnhalle als Ersatz für die nicht mehr taugliche Turnhalle Sternmatt 1. Zweitens soll das Schulhaus Sternmatt 1 auf Vordermann gebracht und mit einem Anbau im Osten ergänzt werden. Weiter soll für die schulergänzende Betreuung (SEB) Platz in einem Ersatzneubau anstelle der heutigen Turnhalle Sternmatt 1 geschaffen werden. Zu guter Letzt wirkt sich das Wachstum auch auf den Turnhallenbedarf aus. Deshalb will die Gemeinde eine Dreifachturnhalle anstelle der bestehenden Turnhalle Sternmatt 2 bauen. Damit wird der vor einem Jahr für erheblich erklärten Motion der CVP «Zusätzliche Dreifachsporthalle für Baar» Rechnung getragen.

Erwin Grob, Leiter Hochbau der Gemeinde Baar, erläuterte die Details. Mittels einer Machbarkeitsstudie habe man geprüft, wo und wie die benötigten Räume städtebaulich und betrieblich überzeugend angeordnet werden können. «Erfreulich ist die Erkenntnis, dass wir das benötigte Raumprogramm auf dem bestehenden Areal platzieren können», führte Grob aus. Die gewählte Variante bringe unter anderem den Vorteil mit sich, dass die SEB unabhängig vom Schulbetrieb und doch im Zentrum angeordnet werde. Auch aus Sicht der Denkmalpflege sei die Lösung überzeugend. «Das Verhältnis zwischen alten Gebäuden und Neubauten ist ausgewogen», so Grob. Das Schulhaus Sternmatt 1 befindet sich seit Sommer 2015 im Inventar der schützenswerten Denkmäler. Der Anbau sei aus Sicht der Denkmalpflege möglich, wie Erwin Grob erläuterte. «Auch wenn das Gebäude unter Schutz gestellt wird.»

In der anschliessenden Fragerunde ging es unter anderem um den Sternenweg. Ein Mann wollte wissen, was mit den Parkplätzen und den Platanen passiere. Die Parkplätze würden voraussichtlich verschwinden, erklärte Bauchef Paul Langenegger. «Dafür werden im Untergrund neue gebaut.» Was mit den Bäumen geschehe, sei zurzeit offen. «Das überlassen wir den Architekten.» Eine Frau stellte die von den Verantwortlichen als «quartierverträglich» bezeichneten Volumen in Frage. Sie meinte dabei vor allem den im Südwesten geplanten Neubau. «Kleinteilige Volumen wären besser als ein riesiger Riegel.» Erwin Grob erklärte, dass die aktuellen Pläne noch kein konkretes Projekt darstellen würden. «Mit der Machbarkeitsstudie wurde erst ein Rahmen abgesteckt. Die Architekten können durchaus auch kleinere Volumen planen.» Urban Bossard gab zu bedenken, dass bei der Realisierung auch betriebliche und pädagogische Aspekte berücksichtigt werden müssten.

Das Verfahren soll im nächsten Jahr starten

Für die Durchführung der Wettbewerbe und die Erarbeitung des Vorprojekts beantragt der Gemeinderat nun zwei Kredite von 1,84 Millionen Franken (Erweiterung der Schule Sternmatt 1) und 640 000 Franken (Dreifachturnhalle Sternmatt 2). Werden diese Kredite bewilligt, soll das Verfahren laut Paul Lan­genegger im kommenden Jahr starten. Der CVP-Gemeinderat betonte zum Schluss noch einmal: «Wir müssen vorwärtsmachen, denn im Zentrum platzen wir aus allen Nähten.»

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