Baar
Schule zu klein: Gemeinde will in Inwil Land erwerben

Im Schulhaus Inwil wird in ein paar Jahren der Platz knapp. Die Gemeinde beantragt deshalb den Kauf einer Parzelle der katholischen Kirchgemeinde, um die Schule erweitern zu können.

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Auf der Wiese im Hintergrund soll die Schule Inwil erweitert werden. Für den Kauf der Parzelle braucht es ein Ja an der Gemeindeversammlung vom 16. März.

Auf der Wiese im Hintergrund soll die Schule Inwil erweitert werden. Für den Kauf der Parzelle braucht es ein Ja an der Gemeindeversammlung vom 16. März.

Bild: PD

(fae) Inwil wächst: Die Schulraumplanung rechnet mit einer Verdoppelung der Schülerzahl von 287 im Jahr 2015 auf 568 bis 2040. Dies schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Bis 2025 vermöge die Schulanlage Inwil demnach die zusätzlichen Schülerinnen und Schüler aufzunehmen. Danach müsse schrittweise ein durchgehender Klassenzug für die Primarstufe eingeführt werden. Innerhalb der bestehenden Schule sei dafür kein Platz.

Der Gemeinderat hat – so heisst es weiter – deshalb im Jahr 2019 Verhandlungen mit der Katholischen Kirchgemeinde aufgenommen. Dieser gehört das Grundstück GS Nr. 3506, welches sich zwischen der Tartanbahn und der Unteren Rainstrasse befindet. Die 4464 Quadratmeter grosse Parzelle bietet Raum für zwei bis vier Kindergärten sowie zwei bis drei zusätzliche Klassenzüge für die Primarstufe und deckt damit den Bedarf ab.

Dank an die katholische Kirchgemeinde

Der Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde willigte in den Verkauf des Grundstücks ein, weil auch ihm das Wohl der Baarer Schulkinder am Herzen liegt, schreibt die Gemeinde weiter. Die Kirchgemeindeversammlung hat dem Verkauf am 7. Dezember 2020 einstimmig zugestimmt. «Wir danken dem Kirchenrat und der Kirchgemeindeversammlung für die Bereitschaft zum Verkauf und für die Weitsicht», betont Pirmin Andermatt, Finanzvorstand der Gemeinde Baar. «Wir schätzen diese partnerschaftliche Zusammenarbeit sehr.» Der Kirchen- und der Gemeinderat haben einen Verkaufspreis von gut 3,3 Millionen Franken vereinbart. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von knapp 743 Franken.

Für Land in der Zone für öffentliches Interesse für Bauten und Anlagen besteht grundsätzlich kein Markt, weil darauf nur Bauten mit öffentlichen Funktionen errichtet werden können. Ein Verkehrswert kann entsprechend nicht ermittelt werden. Der Landpreis entspricht nicht jenem für ein Baurechtsgrundstück.

«Gelegenheit nicht entgehen lassen»

Damit der Kaufvertrag Rechtsgültigkeit erlangt, ist neben der Zustimmung der Kirchgemeindeversammlung auch eine Annahme an der Gemeindeversammlung nötig. Die Baarer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden am Dienstag, 16. März, über den Kauf abstimmen. «Die Investition von gut 3,3 Millionen Franken lässt uns verschiedene Optionen in der Schulraumplanung offen», wirbt Gemeinderat Pirmin Andermatt für ein Ja. «Wir sollten uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.»