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BAAR: Sie bringen die Farbe in den Fasnachts-Saal

Guggenmusiker schmücken den Gemeindesaal in Baar – und haben dafür 5000 Luftballons aufgeblasen.
Arbeiten für die Dekoration: Adrian Rogger (links) und Thomas Kempf von der Guggenmusig Belcantos. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Arbeiten für die Dekoration: Adrian Rogger (links) und Thomas Kempf von der Guggenmusig Belcantos. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ballon auf die Aufblasmaschine stülpen, Knopf drücken, nach zwei Sekunden den Ballon wegnehmen, bevor er platzt, Ballon durch die Schablone ziehen und Luft entlassen, bis er die richtige Grösse hat, zwei Ballone zusammen zuknüpfen, zwei Ballonpärchen zu einer Ballonblume zusammenbinden, die Vierer-Ballonblumen zu langen Girlanden zusammenfügen und an der Decke aufhängen: Das haben die Mitglieder der Guggenmusig Belcantos aus Baar die letzten drei Abende im Akkord erledigt. Rund 5000 gelbe und blaue Ballons gingen durch unzählige Hände, bis der Baarer Gemeindesaal fasnächtlich dekoriert war. Und die Ballons sind nicht alles. Rund 300 Meter farbiges, schwer entflammbares Krepppapier wurden ebenfalls aufgehängt.

Über die Hälfte der 50 Belcantos-Mitglieder sind an mindestens einem der drei Abende im Einsatz. Und diese Leute braucht es auch. Die Grunddekoration des Baarer Gemeindesaals ist eine aufwendige Arbeit. Und mit Schmerzen verbunden. Wer es nicht glaubt, soll selber einmal an einem Abend 1000 Luftballons zuknüpfen. Die Finger tun weh, auch wenn der Fachmann vom Ballon-Shop behauptet, dass das mit der richtigen Technik zu vermeiden wäre.

Zu den Schmerzen kommt der Geruch: Die Hände stinken ziemlich penetrant nach Kautschuk. Und die Schreckhafteren zucken auch beim zehnten platzenden Luftballon immer noch zusammen.

Am Schluss platzen alle
Trotz der Arbeit sind die Guggenmitglieder mit Freude dabei. Dass einigen die Haare zu Berge stehen, hat nichts mit Ärger zu tun. Schuld ist die elektrostatische Aufladung der Luftballons, die sich auch entlädt, wenn man einer Guggenkollegin zu nahe kommt.

Der grosse Aufwand lohnt sich, schliesslich hängt die Dekoration bis am Fasnachtsdienstag an unzähligen Anlässen. Es beginnt mit der Inthronisation von Räbevater Martin II. Neese am nächsten Samstag und geht bis zum Lamacudas-Ball am Fasnachtsmontag. Weil von der Dekoration mehrere Vereine profitieren, wird auch brav abgewechselt. Die Guggenmusigen Crescendos, Profis-Ohrisch und Belcantos teilen sich die Arbeit. Jeder Verein ist alle drei Jahre an der Reihe. Auf die Guggenmusig Lamacudas wartet das grösste Vergnügen. Sie darf die 5000 Ballons am Fasnachtsdienstag, 16. Februar, zum Platzen bringen.

Silvan Meier

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