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BAAR: Sie bringen lokales Geschehen in die Stube

Erstmals wird der grosse Fasnachtsumzug vom Sonntag live auf dem TV-Lokalkanal von Databaar übertragen. Geht es nach dem Start-up-Unternehmen Soundtrax GmbH, macht dieses Konzept künftig auch bei anderen Veranstaltungen Schule.
Rahel Hug
Jan Baumgartner (links) und Yves Bischofberger sind die beiden Köpfe hinter dem Start-up-Unternehmen Soundtrax GmbH. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 20. Februar 2017))

Jan Baumgartner (links) und Yves Bischofberger sind die beiden Köpfe hinter dem Start-up-Unternehmen Soundtrax GmbH. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 20. Februar 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Einen Fasnachtsumzug live im Fernsehen verfolgen? Was für eingefleischte und aktive Fasnächtler wohl undenkbar ist, bietet für andere eine gute Möglichkeit, von zu Hause aus am bunten Treiben teilzuhaben. Und dies, ohne sich vom bequemen Sofa oder vom Schaukelstuhl wegbewegen zu müssen.

Der Baarer Umzug vom kommenden Sonntag, einer der grössten Fasnachtsanlässe im Kanton, wird dieses Jahr erstmals in voller Länge am Bildschirm zu sehen sein. Möglich macht dies der lokale Kabelnetzanbieter Stadtantennen AG, der mit dem TV-Lokalkanal von Databaar rund 9000 Haushalte erreicht.

Neuer Übertragungswagen und fünf Kameras

Die Stadtantennen AG arbeitet dabei mit dem Start-up-Unternehmen Soundtrax GmbH zusammen. Die Firma für Live-Events und Videoproduktionen wurde Anfang Jahr von Yves Bischofberger (23) und Jan Baumgartner (21) gegründet und ist im Jöchler 5 beheimatet. Weil sie für ein geplantes Webcam-Projekt eine Internetverbindung brauchten, kamen die findigen Jungunternehmer mit dem Geschäftsführer der Stadtantennen AG, Thomas Flückiger, in Kontakt. «Seitens Databaar bestand schon länger die Idee, ein Oldtimertreffen vom Juni in der Waldmannhalle live zu übertragen», erzählt Yves Bischofberger. «Wir brachten dann bei einem Gespräch über eine allfällige Zusammenarbeit den Input ein, auch den Fasnachtsumzug im Fernsehen zu zeigen. Die Verantwortlichen waren begeistert.»

Gesagt, getan. Das Prinzip ist einfach: Das Telekommunikationsunternehmen stellt das Gefäss zur Verfügung, die Firma Soundtrax liefert den Inhalt. Seit Anfang Jahr laufen die Vorbereitungen für den Event. «Es galt, die gesamte technische Infrastruktur zu entwickeln und anzuschaffen», berichtet Bischofberger, der einen Abschluss als Multimediaelektroniker hat. Dazu gehören ein neuer Übertragungswagen sowie fünf Kameras. Zwei davon werden am Sonntag auf dem Kreuzplatz fix montiert und zwei weitere auf Stativen angebracht. Die fünfte dient als Steadicam, wird also von einem Kameramann getragen. Das Geld für die Ausrüstung stammt laut Angaben des Neuheimers komplett aus Eigenmitteln der beiden Partner von Soundtrax GmbH. Letzte Woche, erklärt Yves Bischofberger, hätten die letzten Tests stattgefunden. «Wir mussten einige technische Hürden überwinden, doch jetzt sind wir bereit. Die Fasnacht kann kommen.»

Vereine sollen den Kanal nutzen und beleben

Der TV-Lokalkanal wurde bisher nur für Werbetafeln von Databaar selber sowie von anderen lokalen Werbern genutzt. Das soll sich nun ändern. Der Fasnachtsumzug vom Sonntag ist nur das erste Kapitel einer grösseren Geschichte. Ideen für weitere Live-Übertragungen bestehen nämlich bereits. «Wir möchten den Infokanal ab März regelmässig bespielen», verrät Yves Bischofberger. Ziel sei es, täglich ein Gefäss über das Lokalgeschehen anzubieten. «Das können Porträts sein, aber auch Fotografien, Musik und Live-Mitschnitte von Veranstaltungen aus der Gemeinde Baar.» Die Kreativität von Bischofberger und seinem Geschäftspartner Baumgartner, der die Kanti und ein Praktikum im Filmbereich absolviert hat, kennt dabei kaum Grenzen. «Wir können uns auch vorstellen, eine Gemeindeversammlung live zu übertragen.»

Thomas Flückiger von der Stadtantennen AG, Baar, steht den Ideen der Jungunternehmer positiv gegenüber. «Wir sind offen für Neues. Denkbar sind auch Übertragungen von Fussballspielen des FC Baar oder Theateraufführungen.» Er sei unter anderem in Kontakt mit der Gemeinde und dem Gewerbeverband. «Wir klären derzeit ab, welche weiteren Möglichkeiten und Synergien sich anbieten.» Den konzessionierten Lokalkanal vermehrt wieder aktiv zu bewirtschaften, hat die Geschäftsführung der Stadtantennen AG bereits im letzten Jahr beschlossen. So wurden zum Beispiel die Anlässe des Lichterwegs Baar im Dezember über den Kanal angekündigt – kostenlos. Thomas Flückiger: «Vereine sollen den Kanal nutzen und beleben. Sofern es sich um nicht kommerzielle Angebote handelt, bezahlen die Veranstalter nichts. Wir wollen damit einen Mehrwert bieten sowohl für die Veranstalter wie auch für die Baarer Bevölkerung.»

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