BAAR: Sika erleidet Gewinneinbruch um 43 Prozent

Der Bauchemie­konzern Sika hat im ersten Halbjahr 2009 deutlich weniger Gewinn gemacht. Er brach im Vorjahres­vergleich um 43,4 Prozent ein.

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Ein Arbeiter überwacht die Produktion. (Archivbild EQ)

Ein Arbeiter überwacht die Produktion. (Archivbild EQ)

Der Bauchemiekonzern Sika leidet unter der Zurückhaltung beim Gebäude- und Fahrzeugbau. Der Reingewinn brach im ersten Halbjahr 2009 im Vorjahresvergleich um 43,4 Prozent auf 92,1 Millionen Franken ein, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bei den Verkäufen liege Sika trotz Rückgang über dem Branchendurchschnitt.

Auf Stufe EBIT verminderte sich der Betriebsgewinn um 40,8 Prozent auf 148,3 Millionen Franken. Der Umsatz sank um 12,3 Prozent auf 1,983 Milliarden Franken. In Lokalwährungen war der Verkaufsrückgang mit 6,3 Prozent nur halb so gross, wie Sika mitteilte. Einbrüche bei den Volumen, die zum Teil auch währungsbedingt waren, verzeichnete Sika in den USA, in Europa und in einigen asiatischen Ländern. Sie seien jedoch niedriger als der Branchendurchschnitt ausgefallen, hiess es. Solides Wachstum sei hingegen in Lateinamerika, der Region Indien, Mittlerer Osten und Afrika sowie in China erzielt worden. Auf der Kostenseite rechnet Sika damit, dass die Sparmassnahmen im zweiten Halbjahr wirken.

Im Ausblick zeigte sich der Bauchemiekonzern verhalten. Bei kommerziellen Gebäudebauten und im Automobilbau deute wenig auf eine baldige Erholung. In Schwellenländern jedoch werde eine erhöhte Nachfrage nach Bauten sowie im Eisenbahn- und Busbau erwartet, auch aufgrund staatlicher Konjukturprogramme. Wachstum sehe Sika zudem bei Windkraft- und Solaranlagen. Sika strenge sich weiter an, Kosten zu senken.

Die Finanzanalysten hatten leicht bessere Halbjahreszahlen erwartet. Das Unternehmen sei aber gut positioniert, um von einer konjunkturellen Erholung 2010 zu profitieren, hiess es bei Vontobel und der Zürcher Kantonalbank. An der Börse gab die Aktien zunächst um bis zu 2,3 Prozent nach. Am Vormittag stand sie bei 1.278 Franken, noch 0,5 Prozent tiefer als am Vorabend.

ap/ost