BAAR: Sika-Übernahme geht «langsam vorwärts»

Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar geht davon aus, dass die Übernahme des Schweizer Bauchemie-Konzerns Sika «langsam vorwärts geht». Er wies an einer Medienkonferenz in Paris gleichzeitig den an ihn adressierten Brief von Sika-Managern vom Dienstag zurück.

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Sika-Übernahme geht laut Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar langsam vor sich. (Archivbild Eveline Beerkircher)

Sika-Übernahme geht laut Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar langsam vor sich. (Archivbild Eveline Beerkircher)

Die geplante Übernahme durch die französische Saint-Gobain stösst bei Sika-Managern auf breiten Widerstand. In einem Brief an den Saint-Gobain-Chef stellten sich Manager gegen die Transaktion.

Die vorgeschlagene Transaktion bringe keine Synergien und gefährde das zukünftige Wachstum von Sika, hiess es in dem Brief, der von 140 der insgesamt 160 zum höheren Management gehörenden Länderchefs und Bereichsleiter unterzeichnet wurde. Nicht unterschrieben wurde der Brief von der Geschäftsleitung, die ihren Standpunkt bereits früher und mehrmals zum Ausdruck gebracht hatte.

Im Brief wiesen die Unterzeichner darauf hin, dass es entgegen den Behauptungen des französischen Konzerns, keine Synergien gebe. Angesichts des Transaktionspreises müsse Saint-Gobain aber Synergien schaffen und dabei seien die Folgen ebenfalls klar: Stellenabbau ausserhalb Frankreichs.

Saint-Gobain hatte im Dezember angekündigt, das Aktienpaket der Sika-Gründerfamilie Burkard für 2,75 Milliarden Franken zu kaufen. Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Im Übernahmekampf sind mehrere Gerichtsverfahren am Laufen.

sda