Baar soll nachhaltig investieren

Die GLP Baar will die Steuererträge der letzten Jahre für Fotovoltaikanlagen nutzen.

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(fg) Die Gemeinde Baar habe in den letzten Jahren erfreuliche Gewinne schreiben können. Die Grünliberalen (GLP) Baar wollen die Steuererträge nun sinnvoll und nachhaltig nutzen, wie in einer kürzlich eingereichten Motion zu lesen ist. Darin wird der Gemeinderat dazu aufgefordert, «einen Fonds einzurichten, welcher zur Finanzierung, Projektierung und Umsetzung von Projekten im Sinne der Energiewende, insbesondere mit der Förderung der Fotovoltaik dient».

Die GLP rät gleichzeitig von Steuersenkungen ab: «Weitere Steuersenkungen würden mit bekannten Wechselwirkungen auf die Mieten und andere Lebenshaltungskosten dem grössten Teil der Baarer Bevölkerung kaum Vorteile bringen.» Ausserdem könnten weitere Steuersenkungen auch im nationalen und internationalen Umfeld zu weiteren Problemen führen, heisst es weiter.

Dächer der Gemeinde nutzen

Die Gelder sind deshalb in erster Linie für die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf allen Dächern im Besitz der Gemeinde zu verwenden, aber auch auf Gebäuden in der Gemeinde, welche in Besitz des Kantons oder «nahestehenden» Organisationen sind. Auch Dächer von privaten Eigentümern sollen dafür erwägt werden, sofern diese die Dachflächen der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Gemeinderat soll über Fonds informieren

Finden sich über mehrere Jahre keine entsprechenden Projekte, sollen ähnliche Vorhaben finanziert werden. Als Beispiel nennt die GLP die Beteiligung an der Finanzierung von Projekten der Wärmeerzeugung, welche gleichzeitig der elektrischen Energiegewinnung dienen.

Der Gemeinderat soll jährlich an der Gemeindeversammlung über den Stand des Fonds orientieren. Personelle Ressourcen für die Projektierung und Verhandlungen seien von der Gemeinde in dem Masse zur Verfügung zu stellen, dass die vorhandenen Gelder zielführend und innert nützlicher Frist in Projekte umgesetzt werden können.

Für die Finanzierung sollen 0,1Prozent des jährlichen Bruttosteuerertrags sowie 10 Prozent des Gewinns bei Überschüssen der Jahresrechnung genutzt werden. Auch der Erlös aus dem Stromverkauf soll wieder in die Gemeindekasse fliessen. Alle fünf Jahre nach der ersten Einzahlung soll die Gemeindeversammlung über die Fortsetzung des Fonds befinden. Wird die Finanzierung eingestellt, sollen mit dem vorhandenen Geld noch Projekte finanziert werden.