BAAR: Spatenstich zum Ausbau des Littibachs

Die Baudirektion hat heute mit dem Ausbau des Littibachs in Baar begonnen. Anlässlich des Spatenstichs wies Baudirektor Heinz Tännler auf das doppelte Ziel des Vorhabens hin: erstens den Hochwasserschutz zu verbessern und zweitens den Bach zu renaturieren.

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Spatenstich zum Ausbau des Littibachs in Baar (vlnr.): Dominik Rossi, Projektleiter; Paul Langenegger, Vizegemeindepräsident Baar; Heinz Tännler, Baudirektor; Eduard Warmuth, Polier Landis Bau AG. (Bild: pd)

Spatenstich zum Ausbau des Littibachs in Baar (vlnr.): Dominik Rossi, Projektleiter; Paul Langenegger, Vizegemeindepräsident Baar; Heinz Tännler, Baudirektor; Eduard Warmuth, Polier Landis Bau AG. (Bild: pd)

«Mit dem heutigen Spatenstich können wir dieses wichtige Wasserbauprojekt in Angriff nehmen», freut sich der Zuger Baudirektor. «Verläuft alles nach Plan, werden die Hauptarbeiten Ende 2014 abgeschlossen sein. 2015 sind dann noch Fertigstellungsarbeiten vorzunehmen.» Für die Umsetzung des Vorhabens steht dem kantonalen Tiefbauamt ein Kantonsratskredit von 5,2 Millionen Franken zur Verfügung. Der Bund wird sich mit einem mutmasslichen Betrag von einer Million Franken an den Kosten beteiligen.

Verbesserung des Hochwasserschutzes

Die Bestvariante sieht laut Projektleiter Dominik Rossi eine ganze Reihe von Massnahmen vor. So wird zur Verbesserung des Hochwasserschutzes der 1,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Gebieten «Büni» und «Spitzmattli» bei der Mündung in die Lorze ausgebaut. Konkret ist vorgesehen, die Sohle auf rund sieben Meter zu verbreitern und mit Kiesmaterial natürlich auszugestalten. Zudem wird auf der ganzen Länge der Bachquerschnitt vergrössert, indem die Ufer stärker abgeflacht und die Abflussprofile unter den Brücken vergrössert werden. Rossi: «Die genannten Massnahmen werden künftig ausreichen, um auch Hochwasser zu bewältigen, die statistisch nur alle 50 Jahre zu erwarten sind.»

Renaturierung

Der Ausbau des Littibachs soll aber nicht nur vor Überschwemmung schützen. Er soll auch dazu dienen, den vom zürcherischen Kappel am Albis herkommenden Bach in einen naturnäheren Zustand zu versetzen. So ist geplant, die verbreiterte Sohle mit weiteren Naturelementen zu versehen. Laut Projektleiter Dominik Rossi ist dabei an Kiesbänke und Wurzelstöcke zu denken, aber auch an Kleinbuhnen und Faschinen. «Diese Strukturen beleben einerseits das Gerinne, andererseits verbessern sie die Voraussetzungen für Fische, Unterstände zu finden und im Bach aufzusteigen.» Der «Fischwanderung» dienen auch lokale Massnahmen wie etwa der Ersatz des alten Wehrs bei der Sägerei Büni durch eine Blockrampe oder der verbesserte Fischeinstieg von der Lorze in den Littibach. Im dortigen Naturschutzgebiet «Spitzmattli» wird zudem das bestehende Überlaufgerinne etwas abgesenkt, was den angrenzende Auenwald häufiger mit Wasser versorgt und ökologisch aufwertet.

pd/shä