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BAAR: Stacking-Schweizermeisterschaft: Sportler sind konzentriert und kampflustig

An der Sport-Stacking-Schweizer-Meisterschaft waren die schnellsten Becherstapler gesucht: Die Randsportart gewinnt immer mehr an Anerkennung.
Nils Rogenmoser
Das Stapeln der Becher erfordert Geschick und Geschwindigkeit. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 5. November 2017))

Das Stapeln der Becher erfordert Geschick und Geschwindigkeit. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 5. November 2017))

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Vielen hierzulande dürfte Sport Stacking noch kein Begriff sein, darum eine kurze Einführung: Sport Stacking ist in den 1980er-Jahren von amerikanischen Pädagogen gegründet worden, hat sich inzwischen vor allem in den USA und Asien etabliert und gehört zu den am schnellsten wachsenden Sportarten. Ziel ist es, genaue Abfolgen von Becherpyramiden mit speziellen Bechern möglichst schnell auf- und abzubauen.

Bereits am frühen Sonntagmorgen geht es in der Turnhalle Dorfmatt in Baar mit der Schweizer Meisterschaft los – Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton Zug tragen parallel die kantonale Schülermeisterschaft aus. Im Einzel werden die Becher in den Disziplinen 3-3-3, 3-6-3 oder ­Cycle gestapelt, die Teilnehmer treten auch zu zweit oder im Team an. Es herrscht freudig aufgeregte Stimmung – dem gellenden Klacksen der Becher folgen erleichterte Jubelschreie. Stolze Eltern können an einem Bildschirm die Ranglisten einsehen.

OK-Mitglied Andreas Herger führt in den Sport ein: «Es braucht Geschicklichkeit und Koordination und trainiert diese Attribute gleichzeitig auch. Heuer findet die 11. Schweizer Meisterschaft in Baar statt. Trotz hervorragender Aufbauarbeit ist Sport Stacking bisher nicht über den Status der Randsportart hinausgekommen.» Herger hebt die Arbeit der Helfer am Wettkampf hervor: «Aus der ganzen Schweiz trägt man zum fairen und erfolgreichen Turnier bei – mein grösster Respekt gebührt den Schiedsrichtern, die sich den ganzen Tag lang konzentrieren müssen.» Florian Sievi ist der fünftbeste Sportstacker der Schweiz und hat die Qualifikation erfolgreich absolviert: «Ich habe mit dem Sport vor etwa sechs Jahren angefangen. Der Ansporn, immer schneller zu werden wurde beinahe zur Sucht. Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo es fast nicht mehr schneller geht, was schade ist – an der Schweizer Meisterschaft beweise ich mich immer gern.»

Vom Weltverband anerkanntes Turnier

Passend zum Anlass ertönt in der Pause am Vormittag die live gespielte Nationalhymne. Danach werden die Anwesenden der zehn besten Schweizer Sportstacker geehrt. Um 11.15 Uhr starten die heiss erwarteten Finaldurchgänge. Schiedsrichterin Annette Sidler ist gefordert, freut sich aber sichtlich: «Ich überprüfe, ob der Teilnehmer die richtige Person ist, die Becher korrekt sind und der Ablauf den Regeln gemäss ist, ausserdem wird alles akribisch dokumentiert. Im Finaldurchgang ist es besonders intensiv, da überprüft sogar ein Kameramann den Versuch, da im Falle eines Rekords ein Beweisvideo an den Weltverband eingesendet werden müsste.» Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – wenn auch nicht alle diesen Tag siegreich gestalten konnten, hatten alle sichtlich Spass.

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