BAAR: Verschwindet bald auch dieses Haus?

Ein Quartiergestaltungsplan sieht eine Erweiterung der neuen Überbauung an der Marktgasse bis zur Neugasse vor. Das weckt Ängste.

Silvan Meier
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Der markante Backsteinbau an der Florastrasse steht nicht unter Schutz und müsste – trotz seiner spannenden Geschichte – einer Überbauung weichen. (Bilder Werner Schelbert/PD)

Der markante Backsteinbau an der Florastrasse steht nicht unter Schutz und müsste – trotz seiner spannenden Geschichte – einer Überbauung weichen. (Bilder Werner Schelbert/PD)

Zwischen der Marktgasse und dem Falkenweg ist eine neue Überbauung entstanden. Tritt Elsbeth Sutter aus ihrem historischen Backsteinhaus an der Florastrasse 3, sieht sie deren beigen Fassaden. Auch um ihr Haus könnte es bald geschehen sein. Denn der Quartiergestaltungsplan bezieht das gesamte Areal bis zur Neugasse ein. Zwar bestünden derzeit keine konkreten Baupläne, sagt die Hünenberger Totalunternehmung Jego, die die Überbauung realisiert hat. Sie streckt aber bereits die Fühler nach weiteren Grundstücken aus.

Elsbeth Sutter ist nicht kategorisch gegen einen Verkauf ihrer Liegenschaft. Sie wünscht sich aber eine qualitativ bessere Überbauung. Einen Mitstreiter hat sie in Hugo Sieber gefunden. Der Architekt ist Mitglied der Bauberatung des Heimatschutzes. Er kritisiert, dass die Gemeinde die Gestaltung des Zentrums zu stark den Spekulanten überlasse. Die Gemeinde solle eingreifen und ein identitätsstiftendes Zentrum schaffen.