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BAAR: Von Blockflötisten und Kanalschwimmern

«Das Satirische Mostblatt» nimmt sich Lokalgrössen zur Brust. Aber auch Jassfreunde und ein Nachwuchsgastronom bekommen ihr Fett ab.

Weshalb braucht Gemeindepräsident Andreas Hotz Nachhilfe in Sachen Kirchengeschichte? Was macht alt Regierungsrat Hanspeter «Chnuschpi» Uster mit einer Blockflöte am Brauchtumstreffen? Wie kommt es, dass der slowakische Radprofi Peter Sagan wegen Bauchef Paul Langenegger ein «Knalltrauma» erlebt? Wie löst CVP-Kantonalpräsident Pirmin Frei das Problem der Energieknappheit in seiner guten Stube? Und warum steht alt Kantonsrat Silvan Hotz in den Ferien das Wasser bis zum Hals? Antworten auf all diese Fragen gibts im aktuellen Mostblatt. Die «Sprachröhre der Baarer Möstelerzunft» bringt auch dieses Jahr wieder allerhand lustige Anekdoten aus der Räbemetropole ans Licht.

Der Leser erfährt etwa, dass Andreas Hotz und Gemeindeschreiber Walter Lipp dem Jodlerclub Echo Baarburg zum gelungenen Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche St. Michael gratulierten. Dabei weiss doch jedes Kind, dass die Kirche in Baar dem heiligen Martin geweiht ist. Ups, kann man da nur sagen! Für Hanspeter Uster wurde am internationalen Brauchtums- und Maskentreffen ein Traum wahr: nämlich einmal im Leben in einer Guggenmusig mitzumarschieren. So erschien er kurzerhand mit der Blockflöte zu einer Probe der «alten Sieche», die sich eigens für den Traditionsanlass zusammengetan hatten.

Im Eigenheim fehlt das Heizöl

Dass ein Radrennfahrer an der Tour de Suisse im Sommer 2016 Hörbeschwerden davontrug, ist auf die Startpistole zurückzuführen, die Paul Langenegger «in Missachtung sämtlicher Sicherheitsvorschriften» unmittelbar neben dem Kopf des Sportlers abfeuerte. Die Slowaken würden deshalb Baar als Reiseziel meiden, schreiben die Autoren der Fasnachtspostille – solange Paul den Finger am Abzug habe. Bei der Geschichte von Pirmin Frei mögen wohl so manche Leser ein Déjà-vu erlebt haben. Bereits vor exakt zehn Jahren hätten Frei und seine Kinder über Weihnachten frieren müssen, heisst es. Dies, weil Papi vergessen habe, für das frisch bezogene Eigenheim Heizöl zu bestellen. Dasselbe passierte nun erneut, so dass «die ganze Familie, mit Badetuch und Gummiäntli unter dem Arm, in Einerkolonne zu Grossvater Armin zum Duschen marschierte». In der Rubrik «Aus der Ferienwelt» erfährt der Mostblatt-Leser, wie Bäckermeister Silvan Hotz sein Hausboot auf einem französischen Kanal nicht richtig vertäut hatte – und deshalb im unappetitlich trüben Wasser ein Stück weit schwimmen musste, um seinen Kahn wieder zu erreichen. «Bis zum Kinn in dieser Brühe steckend sollte Silvan froh sein, dass das kleine Missgeschick keine grossen Wellen geworfen hat», konstatiert das Mostblatt.

Nicht nur ehemalige und amtierende Politiker bekommen ihr Fett ab. «Aus der Welt des Jasssports» wird berichtet, wie sich vier Baarer zu einem «scharfen Schieber» verabredet haben. «Nur blöd, dass zwei im Basaguli in Blickensdorf die Karten mischten, während die anderen zwei in der Halsegg ob Sattel die Kreidegriffel spitzten.» Die Mostblatt-Redaktion hat für diese verzwickte Situation eine einfache Lösung: «Es müssen beide Paare schieben: die einen zwei Obenabe und die anderen zwei Undenufe.» So würde man sich nämlich ungefähr im «Adler» in Allenwinden treffen.

Günstig mit billig verwechselt

«Etwas Neues wagen» und sich «von Mami und Papi abnabeln» wollte Roberto Branca, Sohn des «Kronen»-Wirtepaars Bruno und Irene Branca, als er an der Dorfstrasse seine eigene Bar, das «Cheers», eröffnete. Ob der Nachwuchsgastronom günstig mit billig verwechselt habe, fragt das Mostblatt, und meint damit den Umstand, dass Branca die Kücheneinrichtung im Ausland bestellt hatte und nicht bei einheimischen Handwerkern. Weil der deutsche Lieferant nicht pünktlich liefern konnte, drohte ein Fiasko an der Eröffnungsparty. «Um sich aus der verzweifelten Situation zu retten, verköstigte Roberto sein Publikum kurzerhand mit Pizzastücken aus dem Holzofen der elterlichen Pizzeria.» Die Schreiberlinge titeln mit spitzer Feder: «An der Nabelschnur zurückgeschnellt».

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

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