BAAR: Wagenbauer legen sich tüchtig ins Zeug

Wieder pilgern Tausende Zuschauer an den grössten Fasnachtsumzug im Kanton Zug. Sie sehen 42 Nummern. Für eine Gruppe hat sich der Auftritt doppelt gelohnt.

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Der neue Baarer Skulpturenpark (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Der neue Baarer Skulpturenpark (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Bei schönstem Kaiserwetter «chlöpfte» es gestern pünktlich um 14.30 Uhr endlich auch in Baar. Der wohl grösste und am meisten besuchte Fastnachtsumzug im Kanton nahm so wie gewohnt seinen Anfang. 42 Wagen, Kleinformationen und Guggenmusigen gaben in diesem Jahr der Baarer Räbefasnacht ihr Gesicht. «Es ist jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie einige treue Gruppen wieder mit neuen, ganz neuen Ideen auftrumpfen», sagt Stefan Weber, Vereinspräsident der Fasnachtsgesellschaft Baar.

Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
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Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
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«Genauso freuen wir uns auch immer wieder auf ganz neue Gesichter.» Vor allem bei den Guggen müsse man aber einige Absagen verteilen: «Wir haben leider nur begrenzt Platz, und Baarer Formationen haben da halt immer einen Heimvorteil. Ansonsten probieren wir aber jedes Jahr, anderen Guggen eine Plattform zu bieten», sagt Weber weiter.

Jeder muss bei der Sache sein

Trotz der Schulferien wurde auch dieses Jahr beim Sonntagsumzug mit vielen grossen und kleinen Besuchern gerechnet, umso wichtiger ist deshalb die Sicherheit: «Wir hatten in den letzten Jahren nie irgendwelche Probleme, das soll auch so bleiben», erklärt Stefan Weber und fügt an: «Auch wenn Fasnacht ist, muss jede Gruppe den Kopf bei der Sache haben.» Von den traditionellen Laternenträgern und dem Räbevater René II. mit seinem Gefolge bis hin zu aktuellen Themen bot der Umzug den zahlreichen Schaulustigen so manches Highlight.

Auszeichnung fürs beste Sujet

Dass sich die Gruppen mit ihren Wagen, Kostümen und Performances besonders Mühe geben, ist Ehrensache. Dennoch gab es einen zusätzlichen Ansporn. «Die rund 120 Zuschauer auf der Tribüne können nach dem Umzug alle ihre Stimme für eine der 42 Nummern abgeben. Die Gruppe mit den meisten Stimmen gewinnt 500 Franken für ihre Mühen», sagt Fasnachtsgesellschaft-Mitglied und Gemeindeschreiber Walter Lipp.

Und von den Guggen bis hin zu den Wagenbaugruppen haben sich alle sichtlich ins Zeug gelegt. Da wären unter anderem die Schränzchäibä Baar, die mit «Der Bachelor» ein aktuelles TV-Programm zu ihrem Motto machten. Ebenso aktuell wie kontrovers war die Wagenidee der Provinzler Dietikon. Mit riesigen Spritzen und viel Chemie nahmen sie die «Doping Affäre Armstrong» auf die Schippe. Ansonsten gab es beim Baarer Umzug unter anderem Rock ’n’ Roll, viele Zunft- und Guggen-Jubiläen, den armen Bären M13 und sogar ein paar hübsche Bond-Girls zu bewundern. Doch es kann nur einen Sieger geben: Die Grüter Riedchrötä Allenwinden entpuppten sich mit ihrem Motto «60 Jahre Rega» als Publikumsliebling. Auf dem aufwendig gestalteten Wagen thronte ein Modell eines Rega-Hubschraubers, wie die grossen Originale schien auch dieses dank technischer Kniffe in die Luft zu steigen. Wer tapfer der Kälte trotzte, den erwartete gestern Abend nach dem Umzug ein weiterer Baarer Fasnachtsbrauch: Um 0.30 Uhr startete die «Räbe-Polonaise», ein aufweckender Fasnachtstanz durch das ganze Dorf.

Und auch heute mutiert Baar wieder zur Fasnachtshochburg. Auf 14.30 Uhr ist der Kinderumzug angesagt.

Natalia Widla

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Umzug Rotkreuz (Bild: Karl)
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Fliegenpilze Kindergarten Rotkreuz (Bild: Karl)
Kindergaten Pilze von Rotkreuz (Bild: Karl)
Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
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Fasnachtsumzug in Rotkreuz Prominezkutsche (Bild: Theres)
Fliegenpilze am Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Kindergärner als Fliegenpilz beim Umzug (Bild: Theres)
Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Prominezkutsche am Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)

Umzug Rotkreuz (Bild: Karl)