BAAR / ZUG: Glencore-Xstrata-Fusion ist abgeschlossen

Der Rohstoffkonzern Glencore hat die 30 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Konkurrenten Xstrata abgeschlossen. Dies teilte das in Zug ansässige Unternehmen am Donnerstag mit.

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Der Sitz von Glencore, dem weltgrössten Rohstoffhändler, in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Sitz von Glencore, dem weltgrössten Rohstoffhändler, in Baar. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Damit ist ein Rohstoffriese mit 100 Bergwerken rund um den Globus, etwa 130'000 Mitarbeitern und einer Ölsparte mit mehr Schiffen als die britische Marine entstanden. Das fusionierte Unternehmen ist der weltweit grösste Exporteur von Kraftwerkskohle und der drittgrösste von Kupfer.

Die Aktionäre erhalten 3,05 neue Glencore-Aktien für jeden bisherigen Titel. Insgesamt werden knapp 6,2 Milliarden neue Glencore-Aktien ab Freitag an der Londoner Börse gelistet sein und in Hongkong am Montag, 6. Mai.

Die Streichung der Zweitkotierung von Xstrata-Aktien an der Schweizer Börse soll ebenfalls 6. Mai erfolgen. Dasselbe geschah an der Londoner Börse bereits am Freitag.

Glencore verspricht sich durch den Zusammenschluss Einsparungen von rund 500 Millionen Dollar. Der Jahresumsatz des neuen Giganten dürfte sich auf 200 Milliarden Dollar belaufen. Vorausgegangenen waren schwierige Verhandlungen. Xstrata wehrte sich lange gegen die Übernahme.

Am Ende musste der Kauf mehrmals verschoben werden, weil die Wettbewerbsbehörden in China bei der Genehmigung des Zusammenschlusses auf sich warten liessen.

Bereits jetzt fragen sich viele Experten, welches Unternehmen Glencore-Chef Ivan Glasenberg als nächstes ins Visier nimmt. Erst im März hatte der Konzern betont, dass es weiterhin Firmen gebe, bei denen es sich lohne, genauer hinzuschauen. Es wird spekuliert, dass Glasenberg ein Auge auf den Rivalen Anglo American geworfen haben könnte.

sda