Baar

Zuger Autorin schreibt Geschichten für das innere Kind, das viele von uns gar nicht mehr kennen

Ruth Scherrer aus Zug hat ihr drittes Buch «Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» auf den Markt gebracht. Darin geht es darum, wie wir alle unsere kindliche Leichtigkeit im Laufe des Lebens verlieren und wie wir sie zurückerlangen können.

Tijana Nikolic
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Es ist die Geschichte von Sonnja, die auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden ihre Leichtigkeit verloren hat. Als sie später bemerkt, dass auch ihre Kinder mit den Jahren ihre Leichtigkeit verlieren, macht sie sich auf eine Weltreise, um herauszufinden, warum die einen Menschen glücklich sind und andere nicht. Auf ihrer Reise begegnet sie Menschen, Tieren und Fabelwesen. Alle erzählen Sonnja ihre Geschichten und immer wieder geht es darum, dass die Leichtigkeit überall dort zu finden ist, wo Menschen und Tiere das tun, was ihrer wahren Natur entspricht. Und so beginnt Sonnja zu verstehen, dass es im Leben nicht darum geht, zu lernen, sich möglichst gut anzupassen, sondern dass es darum geht, herauszufinden, worin man gut ist und was einem Freude macht, und dann dazu zu stehen.

Autorin Ruth Scherrer interessiert sich für alternative Therapieformen und führt seit fünf Jahren in Baar eine Praxis für Cranio-Sacral-Therapie und Prozessbegleitung.

Autorin Ruth Scherrer interessiert sich für alternative Therapieformen und führt seit fünf Jahren in Baar eine Praxis für Cranio-Sacral-Therapie und Prozessbegleitung.

Bild: PD

Die Zugerin Ruth Scherrer befasst sich in ihrem Buch «Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» mit diesem feinfühligen, verletzlichen Teil in uns, welchen wir im Laufe des Lebens immer mehr in den Hintergrund schieben. «Sei es, um diesen Teil in uns zu schützen oder weil unsere tiefsten Herzenswünsche, diejenigen, welche unser inneres Kind vertritt, nicht mit dem zusammenpassen, was das Leben oder unser Verstand von uns will», zählt Scherrer mögliche Gründe auf. In ihrem Buch gehe es darum, wieder mit dieser Einfachheit und Klarheit des Herzens in Kontakt zu kommen.

Im Lockdown hatte sie viel Zeit zum Schreiben

Die 57-Jährige schrieb rund zwei Jahre lang an ihrem Werk: «Die Kurzgeschichten entstanden wie von selbst. Schwierig wurde es, als ich diese Kurzgeschichten in eine zusammenhängende Geschichte einbinden wollte.» Da Scherrer oft und gerne reist, entstand die Idee von der Buchfigur Sonnja auf einer Weltreise. Aufgrund des Lockdowns in der ersten Jahreshälfte hatte sie plötzlich viel Zeit zum Schreiben und Recherchieren.

«Dabei kamen viele schöne Erinnerungen hoch, was wiederum dazu führte, dass daraus immer wieder neue Geschichten entstanden»,

sagt Scherrer, die in Baar seit fünf Jahren eine Praxis für Prozessbegleitung und Cranio-Sacral-Therapie führt, ein alternatives Behandlungsverfahren, bei dem ein Therapeut spezielle Handgriffe einsetzt, um unterschiedliche Beschwerden zu lindern.

Gesundheitliche Gründe brachten Scherrer dazu, den Beruf als Coiffeuse aufzugeben. So entwickelte sie Interesse für alternative Therapieformen. «Ich machte dann Bekanntschaft mit der Komplementärmedizin, dem autogenen Training, der Meditation, dem geistigen Heilen und letztlich auch mit dem Channeln, was etwa Energien aus der geistigen Welt zu kanalisieren und in Worten und Heilenergie weiter zu geben bedeutet», führt Scherrer aus. In ihrer Praxis an der Haldenstrasse in Baar veranstalte sie regelmässig Meditationsabende. Das Schreiben sei eher ein Hobby. «Die daraus entstandenen Bücher können helfen, gewisse Zusammenhänge im Leben zu erkennen und besser zu verstehen», findet Scherrer.

Das Cover des Buchs «Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» von der Zuger Autorin Ruth Scherrer

Das Cover des Buchs «Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» von der Zuger Autorin Ruth Scherrer

Bild: PD

Dies ist das dritte Buch von Ruth Scherrer

«Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» ist nicht Scherrers erstes Buch: «Als ich 2008 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten konnte, begann ich aus Langeweile Gedichte zu schreiben. Daraus entstand mein erstes Büchlein ‹Die Engel stehen dir bei›.» Auch 2009 war gesundheitlich ein schwieriges Jahr für sie. So begann sie damals Fragen, welche sie beschäftigten, an die geistige Welt zu stellen. Dabei entstand das Buch «Beziehungen aus der Sicht der geistigen Welt». Aufgrund der positiven Rückmeldungen auf die Bücher begann Scherrer 2010 mit medialen Beratungen. Darauf folgte neben der Ausbildung zur Cranio-Sacral-Therapeutin auch eine Ausbildung zum Thema inneres Kind sowie die Ausbildung zum Thema Trauer- und Prozessarbeit.

Im Rahmen der Prozessarbeit habe Scherrer zusammen mit ihrem inneren Kind ihre erste Kurzgeschichte geschrieben: «Dies war eine schöne Erfahrung, denn es gab mir eine neue Sicht auf die Dinge. Das innere Kind sieht mit den Augen des Herzens und hat somit seine eigene, intuitive Logik». Das Buch sei bis jetzt sehr gut bei den Lesern angekommen. «Es nimmt sie mit auf eine Reise zu sich selbst. Viele hatten beim Lesen auch ein Aha-Erlebnis», freut sich Scherrer. Einige Leser hätten Bücher auch nachbestellt, um sie zu verschenken.

Das Buch «Sonnja und die Leichtigkeit des Seins: Geschichten für das innere Kind» ist direkt bei Ruth Scherrer unter ruth.scherrer@die-leichtigkeit-des-seins.ch, in den Buchhäusern Lüthy, Balmer und Stocker, in gängigen Online Buchhandlungen sowie in der Rathausapotheke in Baar erhältlich.