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Baarer CVP macht sich Sorgen um die «Festhütte des Kantons»

Braucht es wegen der zahlreichen Bewilligungen, die für die Durchführung von Veranstaltungen notwendig sind, eigens eine gemeindliche Stelle? Eine Interpellation wirft unter anderen diese Frage auf.

(bier) Die Baarer betonen nimmermüde, wie grosse «Festtubel» sie wären. Die lokale CVP sorgt sich um dieses Image, hat sie doch kürzlich eine entsprechende Interpellation bei der Gemeinde eingereicht. Darin wird unter anderem der – nicht nur in der zweitgrössten Zuger Gemeinde herrschende – Konflikt zwischen Feierlaunigen und Schlafgelaunten aufgeworfen. An den vergangenen Chilbi- und Fasnachtsveranstaltungen seien Beizer wegen Nachtruhestörung angezeigt worden. Die Zuger Polizei bestätigt, dass an der Chilbi zwei Wirte – nach vorgängiger Ermahnung – wegen des Abspielens lauter Musik über die bewilligte Zeit hinaus verzeigt wurden. Ein weiterer erhielt eine Busse.

Ausserdem wird in der Begleitmitteilung zur Interpellation die unbestritten lange Liste der Bewilligungen erwähnt, die es für Veranstaltungsausrichter einzuholen gilt. Darüber hinaus seien die Auflagen gestiegen. Die CVP fragt den Gemeinderat unter anderem, ob er die Ansicht von Veranstaltern teilt, was die erhöhten Anforderungen anbelangt – und ob er bereit wäre, diese zu reduzieren. Ausserdem fragt sie nach der Bereitschaft zur Bewilligung weiterer Freinächte sowie die Festlegung der grundsätzlichen Öffnungszeit der Bars und Beizen in der «Festhütte des Kantons» bis 4 Uhr. «So verständlich das Bedürfnis der Anwohner auf Schlaf ist, so wichtig ist es auch für die Baarer Festkultur, dass ein Anlass bis in die frühen Morgenstunden dauern darf», lautet die lapidare Begründung in erwähnter Mitteilung.

Einbezug bei Bauprojekten?

Geht es nach der Ortspartei, sollen Veranstalter respektive Vereine auch bei Bauprojekten mit potenziellen Festräumlichkeiten einbezogen werden. Als aktuelles Beispiel dient das neue Wiesental-Schulhaus. Und schliesslich soll auf der Gemeindeverwaltung eine Anlaufstelle für «aktuelle und potenzielle» Veranstalter geschaffen werden, die diese bezüglich Bewilligungen und dergleichen unterstützen würden. «Wird nicht rechtzeitig Gegensteuer gegeben, läuft Baar Gefahr, wichtige ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen zu verlieren», befürchtet die CVP.

Die Interpellation wird nach Auskunft der Gemeindeschreiberin Andrea Bertolosi an der Gemeindeversammlung vom 17. September beantwortet werden.

In der ersten publizierten Version dieses Artikels fehlten die Ausführungen der Zuger Polizei, weil diese nicht bis zur Fertigstellung des Beitrags vorgelegen hatten. Wir reichen sie hiermit nach.

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