Baarer Obermüli-Überbauung wird konkret: Bald liegt ein Bebauungsplan vor

Die Eigentümer des unbebauten Fleckens am östlichen Ortsrand von Baar wollen demnächst einen Bebauungsplan präsentieren.

Zoe Gwerder
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Auf dem Areal Obermüli Süd – also der grossen Wiese vor den Villen der Obermühle – soll in absehbarer Zeit gebaut werden.

Wie Roman Hotz von der Hotz Obermühle AG auf Anfrage bekannt gibt, befindet sich der für eine Überbauung nötige einfache Bebauungsplan beim Kanton und der Gemeinde in der Vorprüfung. «Diese ist sehr weit fortgeschritten», erklärt Hotz. Einzelne Stellungnahmen stünden noch aus. Sobald diese vorliegen, will die Hotz Obermühle AG den einfachen Bebauungsplan fertig erstellen und bei der Gemeinde einreichen. «Wir werden die Nachbarschaft vorgängig an einer Informationsveranstaltung orientieren.»

Wie der Bebauungsplan aussehen soll, will Hotz indes noch nicht verraten. Es sehe jedoch dem Quartiergestaltungsplan Obermüli Süd, welcher 2015 genehmigt wurde, ähnlich.

«Grundsätzlich kann man sagen, dass wir auf den ersten Blick nicht viel verändert haben– sehr wohl jedoch in den Details.»

Wie der zuständige Baarer Gemeinderat Jost Arnold erklärt, besteht nun eine der Herausforderungen darin, den bereits gültigen Bebauungsplan Obermühle aus dem Jahr 2009, welcher unter anderem auch die Zufahrt zu den Villen betrifft, mit dem neuen einfachen Bebauungsplan überein zu bringen. «Hier müssen wir abklären, wie die beiden Bebauungspläne zusammenspielen können.»

Der Bebauungsplan Obermüli Süd soll ähnlich aussehen wie der Quartiergestaltungsplan Obermüli Süd, welcher 2015 genehmigt wurde.

Der Bebauungsplan Obermüli Süd soll ähnlich aussehen wie der Quartiergestaltungsplan Obermüli Süd, welcher 2015 genehmigt wurde.

Bild: Matthias Jurt (Baar, 6. Mai 2020)

Hinter der Braui fahren bereits die Bagger auf

Weiter ist man bezüglich Bauvorhaben bereits bei der Erbengemeinschaft Moos, welcher das Land nördlich der Brauerei gehört. Auch diese Parzelle ist Teil des Quartiergestaltungsplans Obermüli Süd in Baar. Nach rund einem Jahr zur Genehmigung des einfachen Bebauungsplans sowie der Baueingabe sind dort nun vergangene Woche die ersten Bagger aufgefahren. Gemäss Karl Moos von der Erbengemeinschaft werde nach dem Verlegen der Strom- und Wasserleitungen kommende Woche mit dem Aushub begonnen.

Das Areal Obermüli Süd war bis im vergangenen Juli regelmässig in den Schlagzeilen. Grund war ein temporäres Asylzentrum, welches die Hotz Obermühle AG auf dem Areal bauen wollte. Sie hätten noch keine konkreten Absichten, das Areal anderweitig zu überbauen, so die Verantwortlichen damals. Doch nach vier Jahren Hin und Her über mehrere Instanzen hatte die Hotz Obermühle AG ihr Baugesuch für die temporäre Asylunterkunft vergangenen Sommer mit der Begründung zurückgezogen, dass fast die Hälfte der auf zehn Jahre beschränkten Zwischennutzung verstrichen ist und inzwischen auch Bauabsichten vorlägen.