Baarerstrasse/Bahnhof Zug: Jetzt wird die Bevölkerung gefragt

Direkt am Bahnhof Zug soll als neuer Auftakt zur Stadt eine urbane Überbauung entstehen. Neben Wohnungen und Dienstleistungsflächen sind grosszügige Aussenräume geplant, in denen sich Menschen gerne bewegen und aufhalten. Nun wird online eine Umfrage gestartet.

Drucken
Teilen

(haz) Von der Aufwertung des Areals Baarerstrasse/Bahnhof Zug sollen alle profitieren – Menschen, die hier ankommen, wohnen oder arbeiten, aber auch Passantinnen und Passanten. Laut Medienmitteilung der Interessengemeinschaft Bebauungsplan (IG BBPL) kann die Bevölkerung ab Montag, 9. November bis zum 9. Dezember unter www.baarerstrasse-zug.ch mitwirken.

Weiterentwicklung des Zuger Stadtzentrums

Die Planung richtet sich nach den Grundsätzen des Stadtraumkonzepts Zug 2050, das die Stadt 2019 erarbeitet hat. Die angestrebte Dichte ist Ausdruck des Willens zur qualitätsorientierten Siedlungsentwicklung nach innen. An zentraler, gut erschlossener Lage sollen etappiert über die nächsten Jahre ein vielfältiges Wohnangebot und Dienstleistungsflächen entstehen. Mit der kompakten Überbauung werden hochwertige öffentliche Stadträume freigespielt. Der stark frequentierte Aussenraum wird zusätzlich belebt durch publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Bahnhofsumfelds.

Auf privatem Grund sind Freiräume mit einem hohen Grad an Öffentlichkeit geplant: Das Areal soll zum durchlässigen Scharnier zwischen Bahnhof und Stadt werden − mit dem zentralen Bahnhofplatz Ost, einer grosszügigen Flaniermeile, Plätzen zum Spielen und  Orten der Erholung. Die Gestaltung des Freiraums soll den Bedürfnissen der Nutzenden und den Prinzipien eines guten Stadtklimas folgen.

Für die Entwicklung des Areals im Herzen der Stadt Zug haben sich sechs Grundeigentümer 2016 zur Interessengemeinschaft «IG BBPL Baarerstrasse/SBB Ost» zusammengeschlossen. Die IG BBPL arbeitet in engem Austausch mit den Fachstellen der Stadt Zug. Ziel ist, die Potenziale des Gebiets auszuschöpfen und für Bevölkerung, öffentliche Hand und Grundeigentümer Mehrwerte zu schaffen.

Langer Atem gefragt

Die komplexe Arealentwicklung erfolgt in drei Stufen, die sich über die letzten acht Jahre ziehen. Bereits 2012 wurden im Rahmen einer Testplanung verschiedene städtebauliche Konzepte für die Entwicklung des Areals untersucht. Das Projekt des Teams Güller Güller / SLIK Architekten wurde vom Beurteilungsgremium einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen. Die anschliessende Vertiefung des Testplanungsprojekts und die Definition von Gestaltungsprinzipien legen die Grundhaltung der künftigen Überbauung und ihre Rolle in der Stadt fest. Sie entstanden im Dialog mit der Stadt Zug und wurden von der Stadtbildkommission geprüft und verabschiedet. In die Planung eingeflossen sind ausserdem städtische Studien, die in den letzten Jahren erarbeitet wurden (insbesondere Stadtklima, Mehrwertabschöpfung, Hochhauskonzept). Auf diese breite Basis stützt sich der Bebauungsplan ab, der die Prinzipien hinsichtlich Städtebau, Architektur und Nutzung sowie Mobilität, Freiraum und Umwelt definiert. Nach der Online-Mitwirkung wird der Entwurf zum Bebauungsplan fertiggestellt und der Stadt Zug zur Bewilligung eingereicht.

Hinweis: Online-Umfrage und Informationen auf www.baarerstrasse-zug.ch