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BAAR/ZUG: Abstimmungstermin wird wohl nach hinten verschoben

Acht Einsprachen sind zur Unterfeld-Planung in Zug eingegangen. Dadurch kommt es zu Verzögerungen bei den Nachbarn.
Die umstrittene Überbauung, die im Unterfeld geplant ist (dunkel eingefärbt), weist grosse Dimensionen auf. (Bild: Visualisierung)

Die umstrittene Überbauung, die im Unterfeld geplant ist (dunkel eingefärbt), weist grosse Dimensionen auf. (Bild: Visualisierung)

Das Megaprojekt Unterfeld bewegt die Gemüter. Im Mai hat der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) den Bebauungsplan in erster Lesung kontrovers diskutiert. Letzte Woche endete nun die Planauflage «Unterfeld Schleife» in der Stadt Zug, die eine Zonenplanänderung, eine Änderung der Bauordnung sowie den Bebauungsplan beinhaltete. Insgesamt acht Einwendungen sind während der Frist eingegangen, wie der Vorsteher des städtischen Baudepartements, André Wicki, Auskunft gibt. Zum Inhalt der Einsprachen lässt sich Wicki wie folgt zitieren: «Das Bebauungskonzept wird hinterfragt, und auch bestimmte Punkte wie Stellung des Hochhauses, Sockelhöhe und Verkehrskonzept werden in Frage gestellt.» Weiter werde gefordert, dass der Bebauungsplan Bestimmungen betreffend Nachhaltigkeit aufnehme und zeitgemässe Wohnformen aufweisen solle.

Antworten werden aufbereitet

Gemeinsam mit Baar werde man nun die Punkte mit den Einsprechern angehen, erklärt der Bauchef weiter. «Danach werden in den kommenden Wochen die Antworten aufbereitet. Diese fliessen dann in die Vorlage zur zweiten Lesung ein.» Der GGR wird den Bebauungsplan voraussichtlich im Herbst/Winter in zweiter Lesung besprechen.

Für die Gemeinde Baar haben die Einsprachen in der Stadt Zug Folgen. Bekanntlich liegt das Gebiet, auf dem rund 700 Wohnungen realisiert werden sollen, etwa zu zwei Dritteln auf Baarer Boden. Dort erhalten die Stimmberechtigten die Gelegenheit, über den Bebauungsplan abzustimmen. Der Termin wurde im vergangenen Herbst auf den 25. September festgelegt. Wie Gemeindepräsident Andreas Hotz im Interview verrät, wird man diesen Termin wohl aber nicht einhalten können.

Andreas Hotz, sieht es momentan danach aus, dass man den Abstimmungstermin wird einhalten können?

Andreas Hotz: Die ­Behördendelegation trifft sich am kommenden Freitag, 1. Ju­li, zu einer weiteren Sitzung. An derselben wird die aktuelle Situation analysiert und insbesondere auch über die Abstimmungstermine beraten und beschlossen. Bereits heute kann ich jedoch darauf hinweisen, dass ich und mit mir der Gesamtgemeinderat eher davon ausgehen, dass der Abstimmungstermin vom 25. September nicht eingehalten wird.

Wann wäre denn der nächstmögliche Abstimmungstermin?

Hotz: Sofern wir den Termin tatsächlich nicht einhalten können, werden wir den Abstimmungstermin mit der Stadt Zug koordinieren. Die Festlegung hängt von den politischen Abläufen in der Stadt Zug ab.

Die Stadt Zug hat sich gegen ein Quartierschulhaus im Unterfeld ausgesprochen. Die Gemeinde Baar beteiligt sich nun mit einem Investitionsbeitrag in Höhe von 2,5 Millionen Franken am neu zu erstellenden Schulraum in Zug West. Wie kam dieser Betrag zu Stande?

Hotz: Dieser Betrag ist ein Verhandlungsergebnis zwischen dem Stadtrat Zug und dem Gemeinderat Baar. Zur Festlegung des Betrages haben mehrere Kriterien beigetragen. Da die Gemeinde Baar zwischenzeitlich festgestellt hat, dass vermutlich etwas mehr Schulraum benötigt wird, laufen zurzeit mit der Stadt Zug Nachverhandlungen.

Könnten die Schüler aus dem Baarer Teil des Unterfelds nicht auch in Baar unterrichtet werden?

Hotz: Die Stadt Zug und die Gemeinde Baar sind klar zur Auffassung gelangt, dass es aufgrund der räumlichen Lage des Unterfelds Sinn macht, wenn die Baarer Schülerinnen und Schüler in der Nähe, das heisst auf Stadtzuger Boden, zur Schule gehen. Sollte dies – wider Erwarten – nicht möglich sein, müsste die Baarer Schulraumplanung überarbeitet und angepasst werden.

Zum Bebauungsplan gibt es in der Stadt Zug viele kritische Stimmen. Wie beurteilen Sie grundsätzlich die Stimmung in der Baarer Bevölkerung gegenüber dem Projekt?

Hotz: Eine breite Diskussion hat in Baar noch nicht stattgefunden. Interessierte Kreise zeigen sich jedoch davon überzeugt, dass mit dem Bebauungsplan Unterfeld allgemein Mehrwert geschaffen wird. Ich sehe der Urnenabstimmung, wann immer sie auch sei, positiv entgegen.

Interview Rahel Hug rahel.hug@zugerzeitung.ch

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