BAAR/ZUG: Der Raser stoppte erst beim Kantonsspital

Seine Tochter benötige dringend ärztliche Pflege, gab ein Fahrzeuglenker zu Protokoll, nachdem er mit 107 km/h durch Baar gerast war. Nebenbei stand der Mann noch unter Alkoholeinfluss.

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Verfolgungsjagd von Baar nach Zug (Symbolbild). (Bild Guido Röösli / Neue LZ)

Verfolgungsjagd von Baar nach Zug (Symbolbild). (Bild Guido Röösli / Neue LZ)

Am Samstag in der Früh führte die Zuger Polizei in Baar eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Kurz vor ein Uhr passierte ein Personenwagen die mit 50 km/h signalisierte Messstelle mit 107 km/h. Die Pannenblinker des Fahrzeuges waren dabei eingeschaltet.

Eine Patrouille nahm die Verfolgung auf, konnte das Fahrzeug allerdings erst beim Kantonsspital Zug anhalten. Für die massive Geschwindigkeitsübertretung gab der 55-jährige Schweizer Lenker an, seine Tochter benötige dringend medizinische Versorgung.

1.30 Promille im Blut
Den Arzt musste schlussendlich auch der 55-Jährige anlässlich der angeordneten Blutprobe aufsuchen. Nebst der Missachtung der Höchstgeschwindigkeit ergab der Atemalkoholtest nämlich einen Wert von 1.30 Promille. Der Mann musste den Führerausweis auf der Stelle abgeben. Er wurde angezeigt und wird sich vor der Justiz verantworten müssen.

Weiter wurden über die Festtage verschiedene Fahrzeuglenker unter Alkoholeinfluss angehalten. Bei insgesamt sechs Fahrzeuglenkern ergab die Atemalkoholkontrolle einen Wert über  0.80 Promille (Spitzenwert 1.63 Promille). Alle sechs Lenker mussten den Führerausweis auf der Stelle abgeben. Auch sie wurden angezeigt und werden sich vor der Justiz verantworten müssen, wie die Kantonspolizei Zug mitteilt.

scd