Leserbrief

Backt euch euren Pfarrer selber, Risch-Rotkreuz

«Pfarrer und Kirchenrat haben genug», Ausgabe vom 6. Mai

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Als Kirchgemeindemitglied ist man traurig und wütend; einmal mehr scheitert nach 15 Jahren führungslosem Dahindümpeln dieser Pfarrei, ein Aufbruch an chauvinistischem Dünkel. Es brauchte eine neutrale, unvoreingenommene Sicht, um dies wieder mal vorgehalten zu bekommen. Man stelle sich vor, da ist ein junger Priester, der gleichzeitig auch das Zeug zum Manager mitbringt – was dieser Pastoralraum dringend bedarf – der einen Neuaufbruch auf diesem religiös hölzernen Boden wagt, und es scheitert an der Bedingung des Domizils. Ist das der Führungsstil des hiesigen Kirchenrates?

Wäre dem so, dann liebe Mitkatholiken, verabschiedet euch von der Erwartung spiritueller, religiöser Führung in Verbindung mit modernem Management in diesem Pastoralraum.

Richtet euch wieder ein auf die gehabte sterile Anlasskirche, mit ein paar folkloristischen Anlässen, Religiosität vortäuschend. Spirituell, intellektuelle Bildung und Führung geht weiterhin den Bach runter, einmal mehr Anlass spendend, um über religiöses Desinteresse des modernen Menschen zu jammern.

Wäre ich Bischof, meine Sekretärin schriebe zwei Briefe; den ersten an den hohen Rat zu und von Risch, sie sollen ihren Pfarrer selber backen. Der zweite ginge an meinen Mitarbeiter Gregor Tolusso mit dem Inhalt, es wäre zu schade, würde er seine Talente in Risch verlochen.

Hans Arnold-Bürgi, Rotkreuz