Bademeister hat Eintrittsgeld veruntreut

Ein 36-Jähriger soll unbemerkt tief in die Kasse des Hallenbads Loreto gegriffen haben: Die Rede ist von 50 000 bis 100 000 Franken.

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Blick ins Hallenbad Loreto in Zug. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Blick ins Hallenbad Loreto in Zug. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Gemerkt hat es offenbar niemand. Während rund eines Jahres muss sich der junge Bademeister aus der Eintrittskasse des Hallenbades Loreto in Zug bedient haben. Als die Veruntreuung aufflog, wurde er vor die Wahl gestellt: von sich aus zu gehen oder gefeuert zu werden. Der 36-Jährige, der fast vier Jahre als Bademeister und Turnhallenwart amtete, wählte die erste Option. Damit ist die Sache aber nicht erledigt, auch wenn sich die Verantwortlichen dies scheinbar erhofft haben. Die Wogen rund um das städtische Hallenbad Loreto haben sich nämlich in den vergangenen zwei Monaten nicht geglättet – im Gegenteil.

Gut unterrichtete Quellen sprechen davon, dass man bei der Stadt keine Anzeige einreichen wollte – aus Scham, weil man den Betrug erst spät bemerkt hatte. Vermutlich hat dabei auch der Umstand, dass sich der 36-Jährige derart unbemerkt bereichern konnte, eine Rolle gespielt. Der Kanton, heisst es, habe die Stadt dann dazu gedrängt, den Bademeister mit den langen Fingern anzuzeigen. Die Zuger Strafverfolgungsbehörden dementieren das weder, noch bestätigen sie es.

Chantal Desbiolles

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