BAHN: Hybridlok in Rotkreuz auf «Rossberg» getauft

SBB Cargo hat eine neue Rangierlokomotive auf den Namen «Rossberg» getauft. Es ist die modernste Hybridlok auf dem Schweizer Schienennetz.

Drucken
Teilen
Peter Hausherr, Gemeindepräsidenten von Risch, besteigt die neue Hybridlok. (Bild: Marco Morosoli)

Peter Hausherr, Gemeindepräsidenten von Risch, besteigt die neue Hybridlok. (Bild: Marco Morosoli)

In Rotkreuz ist am Montag laut Angaben von SBB Cargo die «modernste und innovativste Lokomotive» für den Rangierverkehr in Betrieb genommen worden. Die Lok des Typs Eem 923 ist die 25. von 30 bestellten Hybridloks und wurde auf den Namen «Rossberg» getauft.

Die weiteren der insgesamt 30 bestellten Fahrzeuge lieferte die Stadler Winterthur AG bis Ende 2013 an SBB Cargo aus. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.

Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht. Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sich die Hybridlok sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb. Ein Vorteil der neuen Lok sei, dass die Lokführer rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten können. Das spare Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig seien, teilt die SBB mit.

Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte. Die «Rossberg» wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Die SBB rechnet vor, dass damit bis zu 4000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können.

Der Name ist Programm

Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Den Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. In Rotkreuz entschied sich das Team für den «Rossberg».

pd/rem