Traditionshaus

«Altes Bahnhöfli» in Oberägeri: Eigentümer Claude Pirson äussert sich zur Zukunft

Das Gebäude, welches enstehen wird, soll sich ins Ortsbild einfügen. Bis sich etwas tut, ist aber weiter Geduld gefragt.

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(rh) Im März 2018 stimmte die Oberägerer Bevölkerung dem Verkauf des «Alten Bahnhöfli» an der Morgartenstrasse 4 zu. Den Zuschlag erhielt die SCT Steel Construction Technology AG mit Sitz in Unterägeri. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Gemäss der Abstimmungsbotschaft will der Eigentümer Claude Pirson seine Firma in Oberägeri ansiedeln und plant eine öffentliche Kunstgalerie sowie Wohnungen und Gewerbeflächen. Gegenüber der «Zuger Zeitung» hielt sich die Eigentümerschaft stets bedeckt bei der Frage nach dem Stand der Dinge.

Im aktuellen Gemeindeblatt «Oberägeri.ch» gibt Claude Pirson nun in einem Kurzinterview ein Update. Mehrere Architekturbüros seien mit der Ausarbeitung eines Projekts für das Areal beauftragt worden. «Unser erklärtes Ziel ist es, ein Gebäude zu realisieren, das sich – selbstverständlich unter Berücksichtigung der bestehenden Baubestimmungen für die Dorfbild-Schutzzone und Auflagen der Denkmalschutzbehörde – möglichst harmonisch in das Dorfzentrum Oberägeris einfügen wird», so Pirson. Es sei dabei nicht ganz einfach, allen Ansprüchen gerecht zu werden.

«Bijou aus dem letzten Jahrhundert»

Es sei seine feste Absicht, das «Alte Bahnhöfli» nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu sanieren, um es dann als eine Art «Bijou aus dem letzten Jahrhundert» weiterleben zu lassen. Das sei eine anspruchsvolle Aufgabe, die einiges an Zeit in Anspruch nehmen werde. Pirson sagt gegenüber dem Gemeindeblatt: «Schnell, respektive nicht gut durchdacht, und ästhetisch passen nicht zueinander.» Er sei aber überzeugt, dass es sich lohnt, nach gut schweizerischem Vorbild etwas mehr Zeit zu investieren, damit am Ende etwas Schönes das Dorfbild von Oberägeri mitprägen werde.

Bis sich beim «Alten Bahnhöfli», das sich baulich in einem schlechten Zustand befindet, etwas tut, braucht es also weiterhin Geduld.