Bahnpöstler: «Ich habe überlebt.»

Der Pöstler Simon Gerber klemmte vor zwei Wochen seinen Arm in der Zugtüre ein und wurde von Baar bis Zug mitgeschleift. Die Hälfte seines rechten Fusses hat er verloren – seinen Humor aber nicht.

Merken
Drucken
Teilen
Damals war noch alles in Ordnung: Simon Gerber im November 2011 auf der Fähre in Richtung Helsinki. (Bild: pd)

Damals war noch alles in Ordnung: Simon Gerber im November 2011 auf der Fähre in Richtung Helsinki. (Bild: pd)

Mit zwei Kissen unter dem Kopf und blossem Oberkörper liegt der 47-jährige Simon Gerber im Spitalbett. Seine Augen leuchten wach und klar, in der Nase glänzt ein kleiner Ring. Mehrere Schläuche führen von seinem Körper zu komplizierten Geräten oder in kleine Fläschchen, die unten am Bettgestell hängen.

«Als ich danach greifen wollte, schloss sich die Tür und klemmte meine Hand auf der Höhe des Handgelenks ein. Ich schlug über zehn Mal auf den Öffnungsknopf, doch nichts passierte. Hoffentlich kannst du deine Hand noch herausreissen, dachte ich mir. Und es wäre mir egal gewesen, wenn meine Hand dabei abgerissen wäre. Denn dann wäre nur sie weg gewesen, ich dafür aber noch auf dem Perron.»

Der Galgenhumor ist es, der dem Rotkreuzer hilft, ihn über Wasser hält und die seelischen Schmerzen lindert. Diesen sarkastischen Blick auf die Welt solle er beibehalten, das haben ihm sein Freund und die Kollegen geraten, die ihn bisher im Spital besucht haben.

Stephanie Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als Abonennt/in kostenlos im E-Paper.