Bald werden auch die Buttwiler Funklöcher gestopft

Das Verwaltungsgericht hat alle Beschwerden gegen eine Mobilfunkantenne abgewiesen. Damit endet ein fast vierjähriger Prozess.

Melanie Burgener
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Auf dieser Parzelle in der Landwirtschaftszone wird die 21 Meter hohe Mobilfunkantenne gebaut.

Auf dieser Parzelle in der Landwirtschaftszone wird die 21 Meter hohe Mobilfunkantenne gebaut.

Bild: mel

Schlechte Verbindungen beim Telefongespräch oder langsames Internet im Homeoffice dürften in Buttwil schon bald der Vergangenheit angehören. Denn die Baubewilligung für eine Mobilfunkantenne wurde nun endgültig für rechtskräftig erklärt, wie die Gemeinde mitteilt. Mit diesem Entschluss endet ein langer Prozess von Verhandlungen und Einsprachen.

Geplante Antenne erntete viele Gegenstimmen

Begonnen hat das lange Hin und Her zwischen dem Gemeinderat, der Mobilfunkanbieterin Swisscom und den Stimmen aus der Bevölkerung bereits vor fast vier Jahren. Am 13. April 2017 wurde das Baugesuch für die neue Swisscom-Antenne ver- öffentlicht. Doch mit diesem Vorhaben stiessen der Anbieter sowie der Gemeinderat in der Bevölkerung nicht nur auf Begeisterung.

43 Einwohnerinnen und Einwohner schlossen sich daraufhin zusammen und erhoben eine Sammeleinwendung. Die Gegner stellten damals gegen- über der AZ klar, dass sie nicht grundsätzlich gegen eine Handy-Antenne seien, denn das Bedürfnis nach gutem Empfang im Dorf sei da. Kritisiert wurde vor allem der Standort, an dem der 21 Meter hohe Masten platziert werden soll. Denn die Parzelle 488 liegt in der Landwirtschaftszone und grenzt an eine Landwirtschaftsschutzzone. Es wurde befürchtet, dass die Antenne dort zu wirtschaft- lichen Einbussen im Obst- und Beerenanbau führen könnte. Auch um die Tiere, die im nahe gelegenen Bienenhaus leben, hatte man Angst. Diese würden besonders stark unter den Strahlen eines Funkmasts leiden. Ausserdem gefährde man so das ökologische Gleichgewicht, sagten die Gegner damals.

Verwaltungsgericht weist beide Beschwerden ab

Aufgrund dieser Kritikpunkte überprüften einige Einwohner weitere Standorte und präsentierten diese der Swisscom 2017 an einer Einigungsverhandlung. Jedoch ohne Erfolg. Die Anbieterin bestand darauf, dass der von ihr gewählte Standort die beste Versorgung gewährleiste. Im April 2018 wurde dann gegen die von der Gemeinde erteilte Baubewilligung eine Einzel­beschwerde eingereicht sowie eine weitere, die von 23 Mitbeteiligten unterschrieben wurde. Nun teilte die Gemeinde mit, dass das Verwaltungs­gericht beide Beschwerden unter Kostenfolgen vollumfänglich abgewiesen hat. Dagegen gab es keine weitere Beschwerde. Somit sei die erteilte Baubewilligung vom 26. Februar 2018 für den Neubau einer Mobilfunkantenne in Buttwil rechtskräftig. Das Bauvorhaben könne ausgeführt werden. Das würden die meisten Einwohner befürworten, so Gemeindeammann Stefan Gisler. Gerade heute, wo fast alle ein Handy besitzen, gehöre das einfach dazu. «Wir haben immer noch Funklöcher hier in Buttwil. Der Empfang ist teilweise sehr schlecht», führt er aus. Das habe vor allem die Neuzuzüger jeweils überrascht.

Der lange Bewilligungs­prozess hätte für die Verwaltung viel Arbeit bedeutet. Dies sei bei einem solchen Prozess aber nicht unüblich. Gisler fügt an: «Es ist auch legitim, wenn es Einsprachen gibt. Aber für Buttwil ist das jetzt ein Schritt vorwärts. Wir hoffen, dass die An-tenne bald kommt.»