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Auf dem Zuger Jagdlehrgang: Bald wird scharf geschossen

Nach der Wildbrethygiene stehen nun Waffen, Munition und Optik auf dem Lehrplan des Zuger Jagdlehrgangs. Deren richtige Handhabung ist für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Charly Keiser
Den Jagdlehrgängern wird der Begriff Sicherheit immer und immer wieder «eingetrichtert». (Bild: Charly Keiser (Cham, 7. Januar 2019))

Den Jagdlehrgängern wird der Begriff Sicherheit immer und immer wieder «eingetrichtert». (Bild: Charly Keiser (Cham, 7. Januar 2019))

Waffen, Munition und Optik. So heisst das Fach, in dem Oliver Häusler uns Jagdlehrgängern seit Montag unterrichtet. Bevor er auf die Flinten, Büchsen und die Pistole eingeht, die vor ihm auf dem Tisch liegen, spricht Harald Frenademez, Experte des Fachs beim Zuger Kantonalen Patentjägerverein, sowie Hundeobmann des Verbands und Chef der Nachsucheorganisation (NAORG) des Kantons Zug zu uns.

Die NAORG wurde Ende der 90er-Jahre vom ZKPJV in Zusammenarbeit mit dem Amt für Fischerei und Jagd ins Leben gerufen. Den Jägern und Wildhütern wird mit der Organisation die Möglichkeit geboten, während der Jagd, oder wenn ein Wild­- tier angefahren wird und ver­- letzt flüchtet, jederzeit ein auf Schweiss (Blut) geprüftes Gespann für eine Nachsuche anfordern zu können. Diese Hundeführer und ihre Hunde leisten ihren Einsatz ehrenamtlich und im Sinne des Tierschutzes.

«Sicherheit steht an erster Stelle»

«Ihr müsst das Fach Waffen, Munition und Optik abschliessen, bevor ihr im Kanton Zug auf der Jagd schiessen dürft», beginnt Frenademez. Denn es sei absolut unerlässlich, dass dieses Handwerkzeug von den Jägern beherrscht werde. «Mit einem Buch erschlägt ihr nämlich kein Reh. Und wenn ihr eure Waffe nicht beherrscht, müsst ihr nicht in den Wald gehen. Denn es dreht sich alles um die unbedingte Sicherheit.» Es gebe «No-Gos», die nicht toleriert und den sofortigen Ausschluss vom Jagdlehrgang zur Folge hätten, betont Frenademez: «Denn mit einer Büchse könnt ihr jemanden auf fünf Kilometer Distanz töten.» Er doppelt nach: «Sicherheit steht darum an erster Stelle.»

Die sicherste Waffe sei eine entladene Waffe, sagt Oliver Häusler: «Und jede Waffe ist als geladen zu betrachten – bis man sich persönlich vom Gegenteil überzeugt hat.» Häusler erklärt uns in der Folge die Unterschiede zwischen Büchsen und Flinten sowie deren Vor- und Nachteile.

Büchsen und Flinten

Auf der Zuger Jagd werden zwei Gewehrtypen eingesetzt. Büchsen für die Hirschjagd und Flinten auf der Zuger Niederwildjagd. Mit den Büchsen werden Kugeln aus gezogenen Läufen verschossen. Bei der Jagd auf Rehe, Füchse, Dachse, Marder sowie auf Rabenkrähen, Elstern und bei der Winterjagd auf Wasserwild wird aus Flinten Schrot verschossen. Die maximale Distanz für Schrot beträgt 35 Meter. Im dicht besiedelten Kanton Zug, wo die Wälder von vielen betreten werden, tragen Flinten zur Sicherheit bei – beziehungsweise reduzieren das Risiko für Menschen sowie jene Tiere, die nicht gejagt werden.

Häusler ist Büchsenmacher und betreibt eine Büchsenmacherei in Hünenberg. Er gibt uns einen Überblick über sämtliche Jagdgewehre. Denn für einige von uns könnte die Jagd in anderen Kantonen oder dem Ausland dereinst aktuell werden. Und dort sind teils auch kombinierte Waffen erlaubt, mit denen zum Beispiel nacheinander Kugeln und Schrot verschossen werden können.

Ende März steht die mündliche Prüfung des Fachs Waffen, Munition und Optik an, gefolgt von einigen Übungsschiessen. Und Ende Juni entscheidet sich, wer im Oktober mit der Flinte in den Wald darf.

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