BANKEN: Wo braucht es noch Bancomaten?

Der Kanton wächst und wächst. Nicht überall ist es aber möglich, Geld abzuheben. Doch es tut sich was.

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Oberwil hats geschafft: Der neue Bancomat an der Bushaltestelle. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Oberwil hats geschafft: Der neue Bancomat an der Bushaltestelle. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Noch gibt es weisse Flecken auf der Karte der Bancomaten im Kanton Zug. In den wachsenden Baarer Ortsteilen Blickensdorf und Inwil etwa. Wobei allein in Inwil rund 4000 Einwohner ansässig sind. Auch in Hagendorn und Lindencham leben zusammen längst mehr Menschen als in Neuheim – wo die Zuger Kantonalbank und die Raiffeisenbank vertreten sind.

Auf dem Land lohnt sich ein Bancomat nicht immer
«Der Kanton Zug weist in Bezug auf die Einwohnerzahl das dichteste Netz an Bancomaten in der ganzen Schweiz auf», relativiert Toni Luginbühl, CEO der Zuger Kantonalbank (ZKB) die Problematik. Insgesamt gibt es 57 Bancomat-Standorte im Kanton – allein 18 davon betreibt die ZKB. Damit sich ein Geldautomat rentiere brauche es pro Jahr zwischen 30'000 und 40'000 Bezüge. Wobei die Zuger Kantonalbank derzeit den Standort Hagendorn ernsthaft prüfe, so Luginbühl.

«Wenn ein Wunsch nach einem neuen Bancomat-Standort an uns gerichtet wird, prüfen wir das selbstverständlich», sagt Brigitte Blöchlinger von der Raiffeisenbank Zug. Von Seiten der Raiffeisenbank wird gleichzeitig betont, dass Bancomat-Standorte auf dem Land eher eine geschäftspolitische, denn eine kalkulatorische Entscheidung seien. Grund: die weit geringere Frequenz – etwa im Vergleich zu Einkaufszentren.

Ein Bancomat kostet rund 100'000 Franken
Die Kosten, einen neuen Bancomaten aufzustellen, belaufen sich laut Raiffeisenbank auf rund 100'000 Franken – inklusive nötiger Sicherheitsinstallationen. Hinzu kommen die laufenden Ausgaben für die Miete und die Wartung des Inventars. «Wir betreiben aus logistischen, Sicherheits- und Kostengründen Bancomaten nur an den Standorten, wo wir auch mit einer Geschäftsstelle präsent sind», erklärt Susanne Thellung, Leiterin der Zuger UBS-Geschäftsstelle.

Es wird also auch in Zukunft in gewissen kleineren Ortsteilen im Kanton Zug keine Bancomaten geben. Kurios erscheint dies vor allem in Risch: Schliesslich wohnen hier nicht wenige mit viel Geld.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.