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Bauarbeiten am östlichen Zugersee: Das ändert sich für Zugreisende

Ab dem 9. Juni 2019 bis am 12. Dezember 2020 wird die Bahnstrecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau wegen Bauarbeiten komplett gesperrt. In dieser Zeit wird bei Walchwil eine neue Doppelspur gebaut.
Harry Ziegler
Zwischen Lothenbach und Hörndli in Walchwil wird ein Installationsplatz gebaut. (Bild: Stefan Kaiser, 3. April 2019)

Zwischen Lothenbach und Hörndli in Walchwil wird ein Installationsplatz gebaut. (Bild: Stefan Kaiser, 3. April 2019)

Ab dem 9. Juni wird die Bahnstrecke zwischen Oberwil und Arth-Goldau für 1,5 Jahre komplett gesperrt. Dann startet der Bau der 1,7 Kilometer langen Doppelspur bei Walchwil. Gleichzeitig sanieren die SBB rund 80 Objekte wie Brücken, Tunnel, Unterführungen und Durchlässe. Die Streckensperrung dürfte bis zum 12. Dezember 2020 dauern, wie die SBB gestern informierten. Es wird mit Gesamtkosten von rund 200 Millionen Franken gerechnet.

«Dank dem Bau einer neuen Doppelspur bei Walchwil profitieren künftig Reisende von mehr, schnelleren und bequemeren Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse und von einem guten Angebot im Regionalverkehr», sagte gestern Daria Martioni, Leiterin Region Ost der SBB.

Neuer Fahrplan ab dem 9. Juni

Dennoch, während der Bauzeit werden sich die Bahnreisenden an verschiedene Anpassungen und Änderungen gewöhnen müssen (siehe Boxen). Denn ab Pfingstsonntag, 9. Juni, gilt ein neuer Fahrplan auf der Gotthardachse. «Zwar können Reisende weiterhin für sämtliche Verbindungen den öffentlichen Verkehr nutzen, müssen aber mit angepassten Fahrzeiten, Gleisänderungen und Reisezeitverlängerungen rechnen.» Die Zusatzzüge für den Pfingstverkehr aus dem Tessin verkehren jedoch noch über die Ostseite des Zugersees. Dies ist möglich, da die Bahnstrecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau erst am 10. Juni abends komplett gesperrt wird. Nach der Sanierung der Strecke werden übrigens künftig auch Doppelstockzüge die Strecke Zugersee Ost zwischen Zug und Arth-Goldau fahren können.

Während der Bauarbeiten wird der gesamte Fernverkehr von Zürich nach Zug-Arth-Goldau Richtung Gotthard via Rotkreuz umgeleitet. Das betrifft den Eurocity, den Intercity 2 sowie den Interregio 46. Die Züge wenden in Rotkreuz und halten meist auch dort. Um die Anschlüsse zu gewährleisten, werden die Fahrzeiten der Fernverkehrszüge von Basel-Luzern-Arth-Goldau-Erstfeld-Lugano oder Mailand angepasst. «Die Fahrzeit im Fernverkehr zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin verlängert sich um 8 bis 15 Minuten», führte Daria Martioni aus.

Grosse Anpassungen im Regionalverkehr

Zwischen Baar Lindenpark und Zug Oberwil verkehrt während der Streckensperrung die S-Bahn montags bis freitags im Halbstundentakt. Die S-Bahn von Flüelen-Brunnen-Arth-Goldau nach Rotkreuz verkehrt im Stundentakt, in Rotkreuz besteht Anschluss an den IR 75 von und nach Zürich. Wer gewohnt war, die S 32 von Arth-Goldau nach Rotkreuz zu nutzen, wird sich nach Ersatz umsehen müssen. Dieser Zug fährt nicht. Dafür wird die S 2 teilweise zu Zeiten der S 32 fahren. Die Fahrausweise übrigens werden weiterhin über die direkte Strecke Arth-Goldau–Zug ausgestellt und berechnet. Sie berechtigen zur Fahrt via Rotkreuz, werden jedoch nicht speziell gekennzeichnet. Ausgebaut wird zwischen Zug und Arth-Goldau das Busangebot der Linien 5 und 21 der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Eine neue Buslinie 71 verbindet Schwyz (Post) direkt mit Zug (Bahnhofplatz), mit Anschluss von und nach Zürich. Eine Verbindung, die sich nach Zug und Zürich pendelnde Schwyzer schon länger wünschen.

Die SBB empfehlen den Reisenden, sich vor Reiseantritt über den Online-Fahrplan www.sbb.ch/fahrplan zu informieren.

Neben der Anpassung des Online-Fahrplans informiert die SBB die Reisenden mit Durchsagen in den Zügen sowie über die Monitore an den Bahnhöfen. Weiter stehen Reisenden an den Bahnhöfen Kundenbetreuer für Auskünfte zur Verfügung. Auch der Railservice kann bei Fragen weiterhelfen (Tel. 0848 44 66 88, CHF 0.08/Minute).

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