BAUDIREKTION: Stadttunnel soll in den Richtplan kommen

Die Baudirektion des Kantons Zug will den Stadttunnel definitiv im kantonalen Richtplan festsetzen. Zudem sollen mit einer Richtplananpassung in Oberwil die Voraussetzungen für den Bau einer Halle für Streethockey geschaffen werden.

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Ernst Tännler, Baudirektor des Kantons Zug. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Ernst Tännler, Baudirektor des Kantons Zug. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Der Stadttunnel sei ein wichtiges Strassenbauprojekt des Kantons Zug, habe jedoch nicht erste Priorität, stellt die Baudirektion in einem Communiqué vom Donnerstag fest. Mit dem Richtplaneintrag gehe es darum, den Raum für das Vorhaben rechtzeitig mit Baulinien zu sichern. Bisher war der Tunnel als Zwischenergebnis aufgeführt.

Nach umfangreichen Studien und einer Vernehmlassung erachtet die kantonale Planungsbehörde eine Linienführung in Form eines Doppel-S von der Artherstrassse im Süden der Stadt bis zur Gubelunterführung beim Bahnhof als die beste Lösung. An drei Stellen - Ägeri-, Gotthard- und Industriestrasse - sind Anschlüsse vorgesehen.

Halle für Oberwil Rebells
Die Verschiebung der Siedlungsbegrenzungslinie in Oberwil soll den Bau einer Sporthalle östlich des Seniorenzentrums Mühlimatt ermöglichen. Die Halle soll den Streethockeyanern der Oberwil Rebells ein neues Zuhause bieten, weil diese den Schulhausplatz nicht mehr als Trainings- und Spielgelände benutzen dürfen.

Ebenfalls verschoben werden soll die Siedlungsbegrenzungslinie beim Zuger Rötelberg im Gebiet Schönegg. Mit der Anpassung des Richtplanes soll das Restaurant "Perle" mit Aussichtspunkt der Öffentlichkeit erhalten und ausgebaut werden können.

Vorgeschlagen wird von der Baudirektion ferner, das im Richtplan von 2004 ausgeschiedene Gebiet für Erholung und Sport zwischen den Mündungen der alten und der neuen Lorze in den Zugersee zu vergrössern. Baar, Cham und Steinhausen werden verpflichtet, bis 2010 ein Erholungs- und Nutzungskonzept zu entwickeln.

Einheitliche Bewilligungspraxis für Mobilfunkanlagen
Mit Planungsgrundsätzen im Richtplan will die Baudirektion eine einheitliche Bewilligungspraxis für Mobilfunkanlagen im ganzen Kanton schaffen. Die anhaltende Nachfrage nach Standorten für solche Anlagen bringe die Gemeinden als Bewilligungsinstanzen immer wieder in Bedrängnis, heisst es in der Mitteilung.

Neu soll die Standortsuche nach einer Kaskade erfolgen. So sollen Sendeanlagen wenn immer möglich ausserhalb von Bauzonen realisiert werden. Standorte in reinen Wohnzonen sind nur noch in fünfter und letzter Priorität möglich.

sda