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Bauen soll im Kanton Zug einfacher werden

Für behindertengerechtes Bauen zeigt der Zuger Kantonsrat wenig Herz. Hingegen soll eine Koordinationsstelle geschaffen werden, damit schneller und effizienter gebaut werden kann.
Der Kanton Zug will schnelleres und effizienters Bauen ermöglichen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Kanton Zug will schnelleres und effizienters Bauen ermöglichen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag die Änderung des Planungs- und Baugesetzes beraten. Vorgesehen ist ist Schaffung einer kantonalen Koordinationsstelle mit dem Ziel, dass Baubewilligungen unbürokratischer abgewickelt werden. Damit soll gemäss Bauchef Heinz Tännler schneller und effizienter gebaut werden können. Die Stelle ist dem Amt für Raumplanung angegliedert. Ein Gesuchsteller soll im Kanton Zug neu nur noch einen einzigen Entscheid zum ganzen Bauvorhaben erhalten.

Rat streicht Behinderten-Bestimmung

Änderungen gibt es auch bei den Bestimmungen zum behindertengerechten Bauen. Die Regierung wollte im Gesetz festhalten, dass Wohnungen so zu gestalten seien, dass sie an die Bedürfnisse der Behinderten angepasst werden können. Das hielt die Raumplanungskommission für unnötig. Die Bau-Anliegen der Behinderten seien auf Bundesebene bereits gut geregelt. Die Komission beantragte deshalb, den Artikel aus dem Gesetz zu streichen. Der Rat folgte ihr mit 49 zu 20 Stimmen.

Der Kanton kündigte zudem ein Beratungsmandat mit der Behindertenorganisation pro Infirmis auf. Die Organisation hatte bisher den Auftrag, den Kanton beim behindertengerechten Bauen zu beraten.

Grössere Einkausfzentren erlaubt

Auch die Überbauung ganzer Areale gab zu Diskussion Anlass. Die Regierung wollte die Mindestfläche für eine Arealbebauung auf 3000 Quadratmeter erhöhen. Damit würden grössere, zusammenhängende Überbauungen gefördert. Die Ratslinke begrüsste das, da dadurch dichter gebaut werde. Die Raumplanungskommission setzte sich jedoch mit ihrem Antrag durch, diese Mindestfläche auf 2000 Quadratmetern zu belassen. Sie konnte eine Mehrheit von 53 Parlamentariern dafür gewinnen. Eine Lockerung der Bestimmung gibt es beim Bau von Einkaufszentren. Sie dürfen grösser werden. Bisher war ab einer Verkaufsfläche von 5000 Quadratmetern einen Bebauungsplan erforderlich. Neu soll dies erst ab 7500 Quadratmetern der Fall sein.

sda/zim

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