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BAUGESUCH: An Ostern soll das neue Centro Español eröffnen

Ein Kabelbrand führte dazu, dass der spanische Verein in Zug letzten August sein Lokal verlor. Schnell wurden Pläne für einen Ersatzbau eingereicht. Diese haben die Stadt überzeugt. Derzeit liegt das Baugesuch auf.
Christopher.gilb@zugerzeitung.ch
Das Centro Espanol bei der Stadtbahn-Haltestelle Zug Chollermüli am 20.August 2017. (Bild: Raphael Biermayr)

Das Centro Espanol bei der Stadtbahn-Haltestelle Zug Chollermüli am 20.August 2017. (Bild: Raphael Biermayr)

Das neue Centro Español wird sich vom Alten nicht gross unterscheiden. Es wird sich wieder an der Chamerstrasse 169 befinden, einstöckig sein und über einen Restaurantbereich, eine Küche, ein Büro und ein Lager verfügen. «Es entspricht eigentlich dem alten Centro auch bezüglich der Fläche. Die Idee ist, dass die Gäste wieder zu ihrem gewohnten Spanier gehen können», sagt Alberto Casco. Der Hünenberger Architekt hat Anfang November letzten Jahres für den spanischen Verein die Konzeptidee für das Containerprovisorium als neues Vereinslokal bei dem Eigentümer des Grundstücks der Stadt Zug eingereicht.

Der Stadtrat hat das Konzept nun gutgeheissen. Und die Abteilung Immobilien der Stadt hat das Baugesuch eingereicht, welches derzeit beim städtischen Baudepartement aufliegt. Die Einsprachefrist dauert noch bis und mit 14. Februar. «Wir hoffen, dass alles gut geht und das neue alte Centro schon an Ostern dieses Jahr eröffnet werden kann», sagt Casco. Spätestens soll die Eröffnung aber im Sommer erfolgen können. Denn seit 11. November kochen die Spanier übergangsweise im alten Kantonsspital in den Räumlichkeiten des türkischen Kulturvereins, in die sie sich eingemietet haben.

Ein Provisorium für rund sieben Jahre

In ihrem alten Vereinslokal, wo sonst Paella, Gambas und andere Köstlichkeiten aus Spanien aufgetischt werden, hatte am Morgen des 20. August ein Feuer gewütet. Das Centro Español de Zug erlitt beim Brand Totalschaden. Zwischenzeitlich steht die Brandursache fest, das Feuer entstand durch einen Kabelbrand. Verantwortlich war ein technischer Defekt in einem Kühlschrank. Die Spanier jedenfalls waren verzweifelt. Auch weil der Verein so benötigte Einnahmen verlor. In den Fokus des Vereins rückte auch die ehemalige Zuger Hauptpost, bei der damals Varianten für eine Zwischennutzung gesucht wurden. Schnell zeigte sich aber, dass doch die Rückkehr zum alten Standort Priorität hat. Doch die Zukunft des Standorts im Choller ist ungewiss. Schon vor dem Brand begann die Stadt mit einer Machbarkeitsstudie für das Areal. Es geht darum, wie dieses effizienter genutzt werden kann, möglicherweise als Standort von Räumlichkeiten gleich mehrere Kulturvereine. Deswegen das Provisorium. «Der Stadtrat hat sich für dieses ausgesprochen bis zum Zeitpunkt einer Realisierung eines definitiven Vereinshauses oder ähnlicher Nutzung an dem Standort», so Christian Weber, Leiter Immobilien bei der Stadt Zug. Dies dauere mit allen politischen Prozessen erfahrungsgemäss zirka sieben Jahre. Dass gute an der Containerlösung sei, dass diese problemlos im Anschluss anderswertig weiterverwendet werden könnte», ergänzt Casco.

Miete wird doppelt so hoch

Die Kosten für das Provisorium übernimmt die Stadt Zug. Sie belaufen sich laut Christian Weber auf zirka 350000 Franken. Dies entspreche der Gebäudeversicherungssumme. «Wir werden die Kosten fürs Provisorium dann bis zum Ende der Mietdauer durch die Miete refinanzieren», so Casco. Der Zins werde rund doppelt so hoch sein wie bisher. «Das sollten wir aber schaffen.» Viel wichtiger sei es, dass der Verein über das Centro wieder zu Einnahmen komme, denn diese würden auch dazu verwendet, hilfsbedürftige spanische Familien im Kanton Zug zu unterstützen. Mit Einsprachen rechnet der Bauherr, die Stadt Zug, nicht. «Wir rechnen mit kaum Einsprachen. Das Centro geniesst hohe Akzeptanz.», so Weber. Möglich sei aber, dass die SBB aufgrund der Nähe zu den Bahnanlagen gewisse Auflagen machen würden. Der Brand im August hatte zu einem zweistündigen Unterbruch auf der wichtigen Strecke Luzern–Zürich geführt.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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