BAUPROJEKT: So will die V-Zug über die Weltmärkte segeln

Ein Zuger Traditionsunternehmen schafft Transparenz: Sein neuestes Flaggschiff trägt Glasfassade. Aus gutem Grund.

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Ernst Hürlimann im Lager des neuen Logistikcenters, wo er die Dachwasserabläufe montiert. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ernst Hürlimann im Lager des neuen Logistikcenters, wo er die Dachwasserabläufe montiert. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Man stelle sich ein Haus vor, dessen zweites Obergeschoss auf 10 Metern Höhe ist. Selbst Architekt Eraldo Consolascio, der unter anderem die Zuger Sporthalle entworfen hat, findet das «ungewöhnlich». Der Aufrichtebaum des Logistikcenters der V-Zug steht auf über 30 Metern über Boden, das Gebäude ist 185 Meter lang. Man ahnt: Hier herrschen andere Dimensionen. Ende Jahr wird die Logistik des Zuger Traditionsunternehmens einziehen, Mitte nächstes Jahr soll Vollbetrieb herrschen. Dann werden auch die Lastwagen auf der Hinterseite des Gebäudes vorfahren. Ihretwegen ist das Parterre so grosszügig ausgelegt.

Vollautomatisiert transportieren
Noch befindet sich das Center an der Industriestrasse im Rohbau. Das Stahlgerüst, Teil des so genannten Hochregallagers, ragt über den Betonbau hinaus. Es fungiert als Gestell, in die Maschinen vollautomatisch die Apparate in den Lagerbereich transportieren. Gleichzeitig werden daran bunte Glasfassaden montiert. Über einen unterirdischen Schacht gelangen die Fabrikate von der Produktionsstätte in das Logistikcenter und Halbfabrikate zurück. Am Freitag führte Eraldo Consolascio V-Zug-Chef Werner Rellstab, die Zuger Bauvorsteherin Andrea Sidler Weiss und Gäste durch den Betonpalast. «Es ist ein Symbol von Verbindung und Transparenz», sagte der Architekt, der sein Werk als Schiff versteht.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.