BAUPROJEKTE: Dreifachturnhalle für Kanti trotz hitziger Debatte

Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag einen Vorgeschmack auf die Spardebatten der kommenden Monate geliefert: Thema war der geplante Ausbau der Kantonsschule in Zug. Die Sparbemühungen des Regierungsrates wurden dabei bereits zum ersten Mal durchkreuzt.

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Die Kantonsschule Zug soll eine Dreifachturnhalle erhalten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Kantonsschule Zug soll eine Dreifachturnhalle erhalten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Rat entschied mit 41 zu 29 Stimmen, dass die Kantonsschule Zug beim Ausbau ihrer Sporträume eine Dreifachturnhalle bekommen soll - nicht nur zwei Einfachturnhallen, wie der Regierungsrat gefordert hatte.

Während die Vorlage des Regierungsrates 10,5 Millionen Franken gekostet hätte, schlägt die nun bewilligte Dreifachturnhalle mit 18,7 Millionen Franken zu Buche. In dieser Anlage finden nicht nur die Vereine komfortabel Platz, sondern auch nationale Sportanlässe.

Luxus oder Notwendigkeit?

Die Gegner der Dreifachturnhalle warnten, dass dieses Projekt eine Luxuslösung darstelle, die nicht mehr zur finanziellen Situation des Kantons Zug passe. Man müsse jetzt das Wünschbare vom Notwendigen trennen. Solche "Nice to have"-Projekte würden nicht mehr drin liegen.

Die linke Ratsseite setzte sich jedoch mit Hilfe einiger bürgerlicher Abweichler durch. Der Bedarf nach zusätzlichen Sporthallen sei unbestritten und nehme wegen des Bevölkerungswachstums laufend zu, argumentierten sie. Bei diesen Hallen zu sparen, sei deshalb falsch.

3 Millionen Franken von der Stadt Zug

Der Entscheid vom Donnerstag war die erste Lesung des Geschäftes. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. Dann wird voraussichtlich auch noch entschieden, ob ein Teil der Kosten auf die Gemeinden abgewälzt werden soll. Die Stadt Zug als Standortgemeinde sicherte bereits 3 Millionen zu. (sda)